In der Türkei lebenden Flüchtlinge werden dort bleiben, oder …

Ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist die Flüchtlingsfrage anders anzugehen. Die in der Türkei lebenden Flüchtlinge würden sich, auch wenn Herr Erdogan die Vereinbarung mit der EU auflöst, nicht mehr Richtung Europa auf dem Weg machen.

Die Syrer sind nicht viel anders als die Türken. Sie sind bequeme Menschen. Auch wenn es ihnen dreckig geht in der Türkei, so haben sie ein Dach überm Kopf. Gibt ein Flüchtling seine Wohnung auf, um in eine unsichere Zukunft nach Europa zu gehen? Sie würden so, wie sie das zu den Feiertagen machen, eher nach Syrien zurückkehren. In der Türkei geht es den meisten syrischen Flüchtlingen miserabel. Auch wenn man ab und an Gegenteiliges hört, dass es den Syrern hervorragend ginge, so sind das für Propagandazwecke gemachte Nachrichten. Stimmt, es gibt viele, die den türkischen Arbeitern vorgezogen und beschäftigt werden, aber nur deshalb, weil sie weit unter dem Mindestlohn arbeiten.

Da der Mindestlohn schon unter der Armutsgrenze liegt, kann man schlecht von zufriedenen Flüchtlingen reden. Sie überleben lieber in der Türkei als in ihrer Heimat. Deutschland und Europa müssen die Einreisebestimmungen erschweren, so dass es für die in der Türkei weilenden Flüchtling ersichtlich ist, dass es sich nicht lohnt, die Deutschland-Route zu nehmen. Es ist viel einfacher für 5-6 Milliarden Euro in Syrien ganze Städte wiederaufzubauen, als einem Diktator nicht nur diesen Betrag zu geben, um sich dann erpressen zu lassen, sondern darüber hinaus die Milliarden Kredite für die vorhandenen Schulden.

Jetzt ist der Zeitpunkt für Europa gekommen, das Spiel andersherum zu spielen und klare Kante zu zeigen. Das klappt aber nur, wenn man den richtigen Zug zum richtigen Zeitpunkt macht.

Auf die Forderung der SPD Vorsitzenden Nahles, dass man der Türkei jetzt helfen müsse, hat Frau Merkel gesagt, dass derzeit keine Notwendigkeit bestehe, der Türkei zu helfen. Wie man Frau Merkel kennt, wird sie aber schwerlich auf diesem Standpunkt bleiben und doch mit Finanzhilfen aufwarten. Deshalb müssen jetzt so schnell es geht neue Wege gegangen werden. Aufbau der Infrastruktur in den zerbombten syrischen Städten.

Weg von der Erpressbarkeit durch Herrn Erdogan.

Nun gut, die EZB wird schon helfen, aber zumindest sollte das aus der Position der Stärke heraus passieren.

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