Türkei: Keine Mietverträge auf Devisenbasis

Die Zentralbank der Türkei hat auf den gestrigen krassen Wertverfall der türk. Lira reagiert und die Übernacht- Verschuldungslimits der Banken um das doppelte erhöht. So können die Banken sich höher verschulden und die Liquidität sicherstellen. Der Devisenmarkt allerdings reagierte auf diese Entscheidung nicht. USD und Euro stehen weiter sehr hoch, bei 6,36 TL bzw. 7,43 TL (9 Uhr MEZ).

Keine Steuerumschuldungen mehr 

Schatzsamts- und Finanzminister Albayrak sagte, dass in seiner Zeit keine Steuerumschuldungen und Amnestien geben wird. Bei der letzten Aktion hatten abermals 5,5 Millionen Steuerpflichtige umgeschuldet bzw. die Steuerschulden gestreckt. In der Summe wären das ca. 60 Mrd. TL Steuern.

Keine Mietverträge auf Devisenbasis

Auch sagte er, dass die Zeiten der Mietverträge auf Devisenbasis vorbei seien. Der Gesetzesvorschlag ist im Parlament. Zu guten Zeiten, damit meine ich die stabilen Zeiten der Wirtschaft, die in der Türkei selten genug vorkommen, wäre das eine gute Maßnahme. So aber muss der Vermieter die Miete in TL, um den Wertverlust gefühlt auszugleichen, so hoch ansetzen, dass diese heute unbezahlbar werden. Mit der Zeit würde aber der Mieter der Gewinner sein. Ganz schlimm ist die Situation bei den Bürogebäuden und Einkaufszentren. Wie soll man bei stark schwankenden Kursen eine Kalkulation ansetzen. Wenn man es abwägt, sollte eine Vermietung auf Devisenbasis bei den Gewerbeimmobilien möglich sein, denn ansonsten werden die Investitionen auf diesem Segment prompt abreißen.

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