Verhaftungswelle: Die türkische Armee wird weiter dezimiert

Jeden Tag kommen neue Meldungen, dass Angehörige der türkischen Armee, wegen der Zugehörigkeit zu der Organisation FETÖ (Gülen) verhaftet werden. Gestern waren es wieder 346 und am Vortag auch schon über zweihundert. Verwundern muss, dass die Verhaftungen bei der Polizei nicht annähernd so hoch ist, wo man doch annimmt, dass der Polizeiapparat noch stärker mit den Anhängern von Gülen besetzt ist. In der Türkei sind nach den aktuellen Zahlen ca. 280.000 Personen im Polizeiapparat beschäftigt.

Die FETÖ Organisation ist derzeit nicht nur an allem Schuld, was schief läuft, auch nutzt es den Gaunern. Eine neue Masche ist, dass bestimmte Personen als Polizisten und Staatsanwälte sich ausgeben und Personen Angst einjagen, mit der Folge, dass diese am Ende bezahlen. So passierte es zuletzt dem General a.D. Hursit Tolon (76). Man sagte ihm, dass seine Telefonnummer von der FETÖ Organisation vereinnahmt wurde. Gespräche, die man führte, würden den Anschein erwecken, als gingen die Gespräche vom Telefon des Ex-Generals aus. Da er eine bekannte Persönlichkeit sei, würden der Staatsanwalt bzw. der Polizist ihm dezent entgegenkommen und die Angelegenheit in Ordnung bringen. Tolon fiel auf die Masche rein und zahlte 12.600 USD. Nur, als er ein zweites Mal angerufen wurde, schöpfte er Verdacht und rief die Polizei an. Daraufhin wurden bei einer zweiten Geldübergabe acht Personen verhaftet.

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