Du möchtest wissen, wie es weitergeht, wenn Herr Erdoğan gewählt wird?

Sicher möchtest du auch wissen, was passieren wird, wenn Herr Erdogan als Alleinherrscher über die Türkei regieren wird. Die letzte Chance der Türkei dem Ein-Mann-Regime zu entgehen, ist der 24. Juni 2018.

Die von Erdogan beauftragten Personen arbeiten auf Hochtouren, für die Zeit danach, ausgehend davon, dass sie die Wahl gewinnen werden.

2.483 Paragraphen, die in 521 Gesetzen und Dekreten enthalten sind, sollen durch 2.470 neue ersetzt werden. Hierzu sind mehrere Kommissionen gebildet worden. Wie zu hören ist, nehmen gelegentlich auch der Präsident und der Ministerpräsident bei den Kommissionssitzungen teil.

Vor den Parlamentsferien am 17. Mai hat man den sog. Ministerausschuss mit der Macht ausgestattet, bis zur Ernennung des neuen Präsidenten, neue Dekrete zu erlassen.

Mit den o.g. Entscheidungen wird alle Macht beim Herrn Erdogan liegen. Er wird alle Personen, die an staatlichen Behörden und Organisationen arbeiten werden selber ernennen und deren Aufgaben festlegen.

Die Männer (sicher auch einige Frauen) des Präsidenten

Sollte Herr Erdogan gewählt werden, wird nicht mehr das Parlament, sondern ein von ihm ernanntes Team das Land regieren. Also nicht die Gewählten, sondern die Ernannten werden herrschen. Bitter genug!

Im ganzen sollen es 500 Bürokraten sein, die mit dem Präsidenten kommen und mit ihm gehen werden. Wenn er denn  irgendwann mal geht. Diese werden Gouverneure, Botschafter, stellv. Minister und Berater sein. In das Team dürfen auch von außerhalb Personen aufgestellt werden. Sie sollen entsprechend entlohnt und mit Sonderrechten ausgestattet sein. Dann mal Gute Nacht! Da wird wohl die gesamte Sippschaft vertreten sein.

Der Präsident wird sich fünf Helfer ernennen heißt es, nicht Stellvertreter. 7 Ministerien werden aufgelöst und werden nur von einem Ministerium geführt werden. Diese sind: EU Ministerium, Jugend und Sportministerium, Wirtschafts-und Finanzsministerium, Wirtschafts- und Wachstumsministerium,

Bei dem neuen Staatsgerüst der Türkei wird es noch die Justiz-, Außen-, Innen-, Verteidigungs-, Gesundheits- und Verkehrsministerien geben.

Hier kann man noch als Info erwähnen, dass es der Wirtschaft sehr schaden wird, wenn er im Amt bleibt. In Länder, die Ein-Mann-Regimes haben, investiert man nicht gerne. Schließlich hängt die gesamte Investition von den Launen eines einzigen Mannes ab.

Noch was! Warum hat er die Abgeordnetenzahlen von 550 auf 600 gesteigert, wo doch das Parlament überhaupt keine Funktion mehr hat?

Quelle: Birgün

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