Ali Koç vom größten türkischen Mischkonzern war in Deutschland

Die Koç-Gruppe war von Anfang an das größte Mischkonzern der Türkei. Die Spitzenposition mussten sie niemals abgegeben. Sie standen den jeweiligen regierenden immer nahe, oder zumindest neutral gegenüber, dass sie keinen Schaden nehmen mussten. Eigentlich sind sie über die Staatsaufträge in den jüngeren Jahren der Republik groß geworden. Gegründet ist die Gruppe 1926 und beschäftigt über 95.000 Menschen weltweit. Die Koç-Gruppe steht für 90% der türkischen Patente. Als in den 80er Jahren die türkische Exporte 200 Mio. USD ausmachten, stand Koç für knapp 80% davon.

Das Unternehmen hat eine Exportquote von 30% und ist somit, durch die hohen Deviseneinnahmen ziemlich krisenfest. 2014 machten die Exporte der Gruppe knapp 14% der türkischen Gesamtexporte aus. Die Koç-Gruppe ist in der Liste der Fortune Global 500, das einzige türkische Unternehmen. Sie zählt zu den 50 größten Familienunternehmen außerhalb der USA.

Eigentlich sind alle Familienmitglieder in der Türkei sehr populär, allerdings an Ali Koç kommt keiner ran. Er ist im Vorstand der Gruppe und gleichzeitig Präsidentschaftsanwärter des Fußballklubs Fenerbahçe.

Ali Koç war in Deutschland und sprach zu den Türkischstämmigen. Er äußerte sich hauptsächlich zu Fenerbahce, wahrscheinlich für den Zuhörer das Wichtigste was gibt, aber auch zu der türkischen Wirtschaft. „Wir müssen ein sicherer Hafen für Investitionen werden. Wir brauchen in erster Linie kein heißes Geld, sondern bleibende Investitionen“.

Eigentlich eine Aussage, welches die die 16 Jahre der Erdogan Ära beschreibt. Kaum gab es nennenswerte Neuinvestitionen, die für viele Arbeitsplätze standen. Wenn es welche gab, dann von den ausl. Unternehmen, die schon im Lande waren.

Die größten Investitionen gingen an die Immobilienprojekte.

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