Türkei: Die legale Methode der islamischen Gehirnwäsche

Dieser Tage ist zu lesen, dass der Menzilci Orden, auf dem Foto unten deren Führer, besonders im Bereich Gesundheitswesen viele durch die Gülenisten frei gewordenen Stellen besetzt haben sollen. Diese nennen ihren Oberhaupt ‘Gavs-ı Sani’, Abkürzung GVS. Die Autokennzeichen der Mitglieder haben zumeist diese Initialen. Auffallend ist, dass alle Flugzeuge des Gesundheitsministerium auf dem Flügel auch diese GVS führen.

Beim Führer des Menzilci Ordens holten schon Minister und Ministerpräsidenten der Türkei schon Rat (!)

Die Türkei ist leider in den Fängen vieler islamischer Orden. Gerade hört man, dass bei den Imam Hatip Schülern eine Religionsmüdigkeit sich breit macht und diese eigentlich für ihre Umgebung so tun als würden sie dem Islam glauben, aber eigentlich zu Deisten und Atheisten geworden sind. Dieses stellt die Generaldirektion für Bildungswesen der Provinz Konya fest.

Der Oberhaupt der Menzilci Orden soll mit dem Propheten Mohammed verwandt sein. Wie man das feststellen konnte, bleibt sein Geheimnis.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Konsensus ermittelte 2011 in 375 Zentren der Türkei, die Sekten- und Ordenszugehörigkeiten. Demnach ist 6% der türkischen Bevölkerung einer Sekte bzw. einem Orden zugehörig. Die Stärkste dieser Gruppierungen sind die Gülenisten und machen 61,8% aus. Diesen folgen mit jeweils 16,3% die Süleymanci und die Menzilci’s.

Vom Westen gen Osten nehmen die Orden- und Sektenzugehörigkeiten zu. Obwohl alle unter dem Zeichen des Islams agieren, sind die Orden untereinander verfeindet, oder schwächen wir es ab; sie sind sich nicht grün.

Ihre Methoden, wie sie Gehirnwäsche betreiben sind fast identisch und legal. Als Auffanglager dienen die Schüler- und Jugendheime und -herbergen.

Wenn man sich vor die Augen führt, dass allein die Gülen Bewegung über 1.300 Heime und Herbergen dieser Art gehabt haben soll, kann man sich das Ausmaß besser vorstellen. Nach dem 15.07. sollen ca. 900 Heime geschlossen worden sein.

In 2016 haben 792.000 Schüler Hochschulberechtigung erlangt. Somit ist die Zahl der Studenten auf über 6 Millionen gestiegen. Die Universitäten erhöhen fast jährlich die Kontingente und nehmen immer mehr Studenten auf. Das führt zwangsläufig zur Knappheit der Unterkünfte.

Die Studenten, die kein Platz in den staatlichen Wohnheimen und Herbergen finden und sie sollen sie nicht finden, weichen auf die der Orden aus. Nach den Zahlen von 2014/15 gab es in der Türkei 2.086 staatliche Studentenwohnheime und -Herbergen, mit einer Kapazität von 522.294 Betten. Stellt man dem die Zahl 6,5 Millionen Studenten gegenüber, versteht man die Not an Unterkünften viel besser.

In den Ausweichunterkünften, also die der Orden, müssen die Studenten, wie es in vielen Medien zu lesen ist, auf wenigen qm zu viele unterkommen. Die hygienischen Bedingungen sollen katastrophal sein.

Wie ich aus eigenem Bekanntenkreis weiß, werden die BewohnerInnen verpflichtet die angebotenen sog. ‚Kurse‘ zu besuchen. Hier wird denen das eingeimpft, was dem Orden wichtig ist.

Die Menschen Anatoliens sind dankbar. Besonders, wenn jemand ihnen Unterkunft, in Form von Heimen und Herbergen anbietet. Die Dankbarkeit führt dazu, dass sie Verständnis für das ausgerufene Ziel des jeweiligen Ordens aufbringen und so nehmen die Dinge ihren Lauf.

Ein F-16 kostet 60-70 Mio. USD. Für das Geld könnte man in der Türkei 100 staatliche Heime errichten, wobei ‚staatlich‘ mittlerweile AKP bedeutet.

Nicht umsonst ist Erdogan Junior mit seiner Stiftung kräftig dabei immer neue Heime zu errichten. Damit solche Heime und Herbergen regen Zulauf haben, hält man die Kapazitäten der staatlichen Heime gering.

Die Schüler und Studenten, die jemanden aus dem Staatsapparat beleidigt und angegriffen haben, denen irgendetwas dieser Art behaftet ist, werden von den Heimen entfernt bzw. nicht angenommen.

Wie aus diesem Schlamassel mündige Bürger mit Weitblick herauskommen sollen, die das Land weiterbringen können, bleibt ein Geheimnis.

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