Türkei – Die Darlehenszinsen der Unternehmen werden übernommen

Die Aktivitäten der Regierung für die kleinen und mittelständischen Unternehmen zeigen dieser Tage, wie man die Situation der türkischen Wirtschaft deuten muss.

Es gilt, bis zu den Wahlen 2019 die Wirtschaft, im Besonderen die klein- und mittelständischen Unternehmen am Leben zu halten und für positive Stimmung zu sorgen. Doch ist das ein langer Weg bis dahin und der Spruch, den der Präsident hat, schwankt laut vielen Umfragen bei ca. 40-44%.

Neue Darlehen und Finanzierungsmöglichkeiten, wo man nur hinschaut. Sogar am Wochenende werden neue Hilfen angekündigt. Die Organisation der klein- und mittelständischen-Unternehmen KOSGEB kündigt an, dass sie an einem neuen Konzept arbeitet und in den kommenden Monaten an den Start bringen möchte.

Die Unternehmen sollen vom KOSGEB mit einem Kreditlimit ausgestattet werden. Nicht die Kredite kommen von KOSGEB sondern die Zinsen der aufgenommenen Kredite. So wird die Organisation die türkischen Unternehmen von 100.000 bis 500.000 TL  (ca. 20.000 – 100.000 EUR) Kreditlimit taxieren. Nehmen die Unternehmen in diesem Rahmen Bankkredite auf, so bezahlt die Organisation, die dem Staat gehört, die Zinszahlungen.

Die Begründung, wofür diese Kredite und die übernommen Zinszahlungen führen sollen, sind wieder einmal lachhaft und nicht von dieser Welt. Es soll nämlich dazu beitragen, dass die Importabhängigkeit der türk. Wirtschaft gesenkt wird. Viele Teile für die Industrie sollen in der Türkei produziert und nicht mehr importiert werden.

Das Problem ist die Kreditaufnahme. Dort werden die banküblichen Unterlagen und Sicherheiten verlangt, die mittlerweile immer weniger Unternehmen erbringen können. Gesetzt den Fall, dass die Kreditaufnahme klappt, so wird es eher dafür angewandt die vorhandenen Löcher zu stopfen und schon hat man noch mehr Kredite am Hals. Ein Teufelskreis, die letztendlich zur Geschäftsaufgabe führt.

dunya.com

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