Die Zentralbank der Türkei hat reagiert

Die Zentralbank der Türkei hat gehandelt und das gegen den Willen des Präsidenten. Das sind in der Türkei immer die Höhepunkte, wenn Personen, oder Institutionen Unabhängigkeit demonstrieren.

Denn der Präsident, der nichts lieber tut, als sich mit dem Wirtschaftswachstum zu rühmen (obwohl dieser von einer hohen Inflation, sehr hohen Zahlungsbilanzdefizit, hoher Arbeitslosenquote u.a. begleitet wird), war nämlich gegen die Erhöhung der Zinsen. Er muss fürchten, dass bei höheren Zinsen die Investitionen zurückgehen und der Wachstum einbricht. Der Druck seinerseits auf die Zentralbank war und ist da, denn dieser beließ die Zinsen von Januar bis März, so wie sie waren.

Nur musste die Zentralbank reagieren. Weiter zuschauen, würde einen noch größeren Wertverlust der türkischen Lira bedeuten. So ist am Mittwoch, der Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte um 75 Basispunkte von 12,75% auf 13,50% angehoben.

Seit Jahresbeginn hat die Lira 10% an Wert verloren.

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