“Die 90.000 Moscheen sind unsere Kasernen, (…) die Gläubigen unsere Soldaten”

Die Verse, die Herr Erdogan vor gespochen hatte: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Moscheekuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“, wird weiter effektiv in die Tat umgesetzt.

Wie gerecht es bei den Wahlen in der Türkei zugeht, kann man bei einigen öffentlichen Versammlungen der Opposition sehen. Die Versammlungen werden, mit dem Hinweis auf das Versammlungsverbot laut Ausnahmezustand, aufgelöst. Natürlich nicht die der AKP.

Dann noch was, was der Gehirnwäsche dient. Von 2006 bis 2017 wuchs die Bevölkerungszahl der Türkei um 13,5 Promille im Jahr. In dieser Zeit wuchs die Zahl der Moscheen um 15%. Also überproportional zu der Bevölkerung. Hatte man 2006 noch 78.600 Moscheen, die der Diyanet angeschlossen waren, so sind es mittlerweile 90.000 und es wird weiter fleißig gebaut.

Wie sagte der Diyanet Vorstand Ali Erbaş vor kurzem: „Die Moscheen sind in erster Linie keine Gebets- sondern Bildungshäuser. Jeder Stadtteil und jedes kleinste Dorf muss eine Moschee haben.“

Dann mal gute Nacht!

Als damals das Putsch ähnliche irgendwas passierte, waren die Moscheen schon irgendwie darauf vorbereitet. Obwohl deren Lautsprecher nicht parallelgeschaltet sind und jede Moschee für sich ausstrahlt, wurden jede halbe Stunde, im ganzen Land, Gebete ausgerufen.

Beim Freitagsandacht letzte Woche strahlten die Lautsprecher einer Moschee in Ümraniye (Istanbul), wo das Straßenbild schon seit Jahren das von Kabul ähnelt, schon Wahlpropaganda für Erdogan.

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