Türkei: Wer weiter träumen möchte, sollte den Beitrag nicht lesen.

Eine Meldung aus der türkischen Presse, so wie es wiedergegeben wurde und was eigentlich dahintersteckt bzw. verschleiert werden soll.

“Die Abteilung Risk-Management des türkischen Bankenverbandes gab bekannt, dass im Januar und Februar 2018 die Zahl der Schuldner, gegen die wg. Kreditkarten- und Darlehensschulden ein Pfändungsbeschluss ergangen ist, gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3% auf 264.000 abgenommen hat. Die Presse ist voll mit dieser Meldung und nur in Form dieser Darstellung.

In diesem Zeitrahmen nahmen die Pfändungsbeschlüsse, zum Vergleichszeitraum des Vorjahres gar um 16%, auf 153.000 ab. In diesem Zeitrahmen nahmen die Pfändungsbeschlüsse, zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 14% auf 151.000 zu.”

Verwirrend nicht?

Es sieht aber dennoch nicht schlimm aus, zumal man immer davon redet, dass die türkische Wirtschaft steht und die Menschen überschuldet sind. Dann aber nur 264.000 Menschen, gegen die wegen Kreditkarten- und Darlehensschulden, im Monat Januar und Februar Pfändungen erwirkt wurden.

Sei nicht so leichtgläubig! Die Zahlen besagen eigentlich, das letztes Jahr in Januar und Februar gegen 271.920 Personen Pfändungsbeschlüsse zusätzlich ergangen sind. Alle zwei Monate kam ungefähr die gleiche Anzahl dazu.

Schau dir die Tabelle des türkischen Bankenverbandes an. Da stehen die Zahlen schwarz auf weiß. In der rechten Spalte siehst du die Zahl der neuen Pfändungsbeschlüsse, die jedes Jahr hinzukamen. Folglich hast du die eigentlich grausame Zahl, wenn du alles zusammenzählst.

Vor 2009 lassen wir mal sein. Kannst du jetzt ermessen, wie es ausschaut unter der Bevölkerung? Ich kommentiere nicht einmal, ich gebe die Zahlen des türkischen Bankenverbandes wieder.

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