Schaf nachgedacht!

Einige in der Türkei zählten nicht nur Schafe zum Einschlafen, sondern träumten schon davon. Die Regierung hatte verkündet, dass jeder, der Brachland besaß, 300 Schafe bekommen sollte, dazu noch Hilfen für Veterinär-, Fütterungskosten etc.

Das genannte Ziel war: Wiedergewinnung des Brachlandes, ausreichende Fleischerzeugung für die Türkei und die Beschäftigung von Menschen, die ohne Arbeit sind. So weit alles in Ordnung.

Viele wollten ihre Schäfchen sofort im Trockenen haben und stellten Anträge. Anschließend verkündete die zuständige Organisation, dass die Türkei über so viele Schafe nicht verfüge und ca. 500.000 Schafe importiert werden müssten.

Es kam die erste Berichtigung, denn es kam der Eindruck auf, als ob alle in der Türkei Schafe züchten wollten. Jetzt hieß es auf einmal, dass die Schafe nicht geschenkt werden, sondern zum Einstandspreis erworben werden müssten. Auch sollten die sonstigen Förderungen nur gegen Sicherheiten gegeben werden. Also hoffen, dass die armen Leute damit ein Auskommen haben, aber auf der anderen Seite denken, sie könnten trotz der Armut über Sicherheiten verfügen.

Die neue Formulierung tat der Euphorie der Menschen keinen Abbruch. Sicher hatten sie dieses nicht mehr zur Kenntnis genommen. “Her mit den Schafen!”

Gestern kam nun eine weitere Richtigstellung. “Das war nicht so gemeint!” Jetzt auf einmal heißt es, dass als Zielgruppe die gemeint waren, die schon Erfahrung mit der Schafzucht haben und die dafür nötige Fläche nachweisen können, würden die 300 Schafe bekommen.

Dann wurde anhand eines Beispieles nochmals revidiert. Hat ein Schafzüchter z.B. 180 Schafe, bekommt er 120 dazu, damit er dann 300 hat.

Ich weiß, Zustände wie in altem Rom. Morgen wird dann noch eine Mitteilung kommen, in der es heißt: “Wer mehr als 300 Schafe schon besitzt, muss den Überhang an den Staat abgeben!” 🙂

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