Exporte in die Türkei – Wenn Deutschland mal droht, dann aber richtig!

Den Herrn Erdogan kann man verstehen, warum er immer wieder Deutschland als Prügelknaben aussucht. Von Deutschland aus kann ihm nichts Böses widerfahren.

Egal was kommt, die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen sollen und werden wohl davon nicht betroffen sein. Ein klares Zeichen dafür ist, dass die Hermes-Bürgschaften für die deutschen Exporte in die Türkei unvermindert weiter gewährt werden.

Dabei wollte die Bundesregierung auf die politische Situation und der Tatsache hin, dass Deutsche ohne Anklage aus reiner Willkür inhaftiert wurden wirken und kündigte an, die Hermes-Bürgschaften, bei einer Höchstgrenze von 1,5 Milliarden Euro zu deckeln.

Jedoch war die angedrohte Deckelung nicht böse gemeint, wie es sich nach einer kurzen Recherche herausstellte. Denn im Jahr zuvor waren für ca. 1,1 Mrd. Euro Hermes-Bürgschaften gewährt worden und ein Jahr später, in 2017, war man schon bei 1,458 Milliarden Euro angelangt. Dieses soll auf die Anfrage des Linken-Abgeordneten Alexander Neu hin vom Wirtschaftsministerium übermittelt worden sein.

Zwar gingen die deutschen Exporte in der ersten Hälfte von 2017 leicht nach unten, jedoch war Ende des Jahres wieder alles in Ordnung.

Noch eine Erklärung für die, die nicht wissen was die Hermes-Bürgschaft bedeutet. Die deutsche Exportwirtschaft versichert über Hermes die möglichen Zahlungsausfälle und schützt sich davor einen finanziellen Schaden zu nehmen.

Für die Türkei werden Hermes-Bürgschaften gerne in Anspruch genommen. Nur bei den USA-, Russland- und Ägypten-Exporten deutscher Unternehmen werden umsatzmäßig mehr Absicherungen in Anspruch genommen.

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