Der Ausnahmezustand in der Türkei ist ein Dauerzustand auf Jahre

Der Präsident der TÜSIAD – Vereinigung türkischer Industrieller und Geschäftsleute, Bilecik, sagte bei der Hauptversammlung der Vereinigung in Istanbul, dass der Ausnahmezustand (OHAL) hoffentlich das letzte Mal verlängert worden sei, zumal sie ein Hemmnis für die Investitionsentscheidungen und deren Realisierungen darstelle.

Weiter sagte er auch, dass man denen, die gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei wären, mit dem Ausnahmezustand ein Faustpfand in die Hand gegeben hätte.

Da diese beiden Themen, die Investitionen und die EU-Mitgliedschaft, in Zusammenhang mit dem Ausnahmezustand seine Kernaussage bildeten, kann man feststellen, er hat nichts von Bedeutung gesagt.

Der Ausnahmezustand gehört ab jetzt zur Türkei, daran sollten sich auch die Industriellen gewöhnen. Solange Herr Erdogan seine kommende Präsidentschaft nicht in trockenen Tüchern hat, wird es den Ausnahmezustand immer geben. Sollte das mit der Präsidentschaft zu scheitern drohen, wird es den Ausnahmezustand solange geben, bis er geht. Nur so kann er alle Macht an sich binden. Die Türkei gehört momentan ihm allein, dank Ausnahmezustand.

Kurzinfo: Die türkische Zentralbank TCMB hat sich für die goldene Mitte entschieden und an den Zinsen nichts verändert.

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