Türkei: Die Kaufkraftparität ist ein wichtiger Begriff

Die einheimischen Waren und Produkte sind mit Europa verglichen wesentlich günstiger. Nur hat das Volk im Durchschnitt so wenig in der Tasche, dass dieses nicht zu einem Konsumsturm führt.

Die Kaufkraftparität ist in der Volkswirtschaft ein wichtiger Begriff. Grundsätzlich besagt diese Kaufkraftparität dabei, wie hoch die Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten in zwei Ländern sind. Das geschieht, indem man die Kaufkraft der unterschiedlichen Währungen mittels eines repräsentativen Warenkorbs bestimmt.

Eurostat hat die Kaufkraftparität für 2016 errechnet. Setzte man die Kaufkraftparität der EU, welche basierend auf das Bruttoinlandsprodukt ermittelt wurde auf 100, so war das Wert für die Türkei 64. Die fehlenden 36 Punkte zu Hundert kann man so verstehen:

Die Kaufkraft der Türken ist 36% unter denen der Europäer.

Der tatsächliche individueller Verbrauchswert der Türkei lag bei 52 Euro. Das kann man so verstehen:

Was man in der EU für 100 EUR kaufen kann, kann man in der Türkei zum Gegenwert von 52 EUR in türkischer Währung kaufen.

Auf diese Feststellung hin müssten jetzt eigentlich Einkaufstouren Richtung Türkei losgehen.

„Wir geben wie verrückt Geld aus!“ („Deli gibi para harciyoruz!“) ist ein Satz, den man in der Türkei oft ausspricht. Nach Innen betrachtet, also innerhalb der türkischen Grenzen, stimmt die Aussage. Nur im Vergleich zur EU ist noch viel Luft nach Oben, wenn man denn genug im Portmonee hätte.

 

 

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