Auf in die Türkei! Wo ein Wille ist, ist noch lange kein Weg.

Was die türkische Community in Deutschland angeht, bin ich mit meinem Blog, am Puls der Zeit. Ich muss feststellen, dass Sabah, ATV & Co., also die Erdogan Propaganda Medien, mit ihren Unwahrheiten, gute Arbeit leisten.

Die leichtgläubigen Deutschtürken leben in einer irrealen Parallelwelt. Sie wissen weder, was in Deutschland, noch wissen sie was in der Türkei abgeht.

Wie sonst ist es zu erklären, dass mir ein Deutschtürke, mit Kopfnicken von seinen Freunden unterstützt, zu erklären versucht, wie schlimm es um die deutsche Wirtschaft steht. Ausgerechnet mir, der voll Stolz, dass ich ein Teil davon bin, ständig vom Gegenteil berichtet.

Noch was kommt hinzu. In den letzten Wochen fragen mich immer mehr Deutschtürken, ob ich deutsche Arbeitgeber in der Türkei kennen würde, die Mitarbeiter suchen.

Deren Zahl ist besonders in den letzten 4 Wochen enorm gestiegen.

Was soll ich sagen, wer bei der Arbeitssuche schon so naiv vorgeht, wird eher keine Arbeit finden. Tiefflieger hat die Türkei genug und das zu sehr günstigen Konditionen, zu dem ein Deutschtürke niemals einen Finger krumm machen würde.

Auch stelle ich bei denen, wo der Kontakt nicht abbricht fest, dass sie zwar willig sind, aber den Absprung nicht schaffen. “Die zahlen ja nichts!” ist die Top-Antwort. Wobei die Betonung auf “Die” zeigt, dass man sich doch nicht so ganz dazugehörig zählt.

Mittlerweile schone ich meine Nerven und komme auf die Frage: „Was meinen Sie dazu?“ (auf die Frage, in der Türkei arbeiten und leben zu wollen), mit der Antwort: „Ich weiß nicht so recht!“

Vorher hielt ich ganze Monologe darüber, warum das Vorhaben nichts taugt und man davon absehen sollte.

Gerade als ich diese Sätze schreibe, ruft mich ein Unternehmerfreund aus der Türkei an: „Hör mal Ahmet, ich habe mich entschieden, ich verkaufe alles und komme nach Deutschland.“

„Soll ich für dich alles organisieren?“ fragte ich. „Ja, dass geschäftliche kannst du organisieren, das mit dem Aufenthaltsrecht regeln wir schon selber.“

„Wie das?“ fragte ich erstaunt.

Was ich zu hören bekam, da muss man erst einmal draufkommen. Er sagte, dass die Türken doch alle irgendwoher nach Anatolien gekommen seien. Daraufhin hätten sie alle Kreuz- und Querverbindungen, die sie Familiär hatten durchgegangen und fanden raus, dass die Verbindung nach Bulgarien (die Familie seiner Frau war vor 4 Generationen aus Bulgarien nach Istanbul gekommen), am fruchtbarsten ausfallen könnte. Darauf basierend haben sie die bulgarische Staatsbürgerschaft beantragt. Begründet haben sie die Entscheidung, dass sie für ihren Sohn, der besseren Ausbildung wegen, nach Europa wollten. Nach 5 Monaten bekamen sie die Zusage.

Meine bulgarischen Freunde werden mich im Februar in Deutschland besuchen kommen.

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