Asset Fonds der Türkei – Intransparenz ist Trumpf

Vor einiger Zeit berichtete ich, wofür die die Asset Fonds eines Staates gut sind. Zumeist verfügen die reichen Länder über solch einen Fonds. Darin sind die Exportüberschüsse, die es zu verwalten und vermehren gilt.

Die Sachlage ist in der Türkei anders gelagert. Da der Staat die meisten Megaprojekte, die für Propagandazwecke unverzichtbar sind, nicht mehr finanzieren konnte, schaffte man die Asset Fonds der Türkei (Varlik Fonu).

Warum ich heute wieder dort andocke hat einen simplen Grund. Damals bei der Gründung, vor über einem Jahr hatte man 3 Milliarden TL aus dem Topf des Verteidigungs-Fonds der Armee für 3 Monate zur Verwaltung übernommen. Diese sind danach nicht mehr zurückgeflossen. Wo ist der Betrag geblieben?

Im Fonds befinden sich derzeit die Turkish Airlines (mit dem 49,2% Anteil des Staates), Halkbank (51,1%), Ziraat Bankasi (100%), Börse Istanbul (73%), Die Post PTT (100%), BOTAS (Erdgasversorgung der Türkei zu 100%), Eti Maden (zu 100%, damit auch 100% der Bor-Reserven und -Gewinnung der Türkei), TPAO (Turkish Petroleum zu 100%), Türksat (100%), Türk Telekom (6,7% Staatsanteil), Caykur (100%, türkische Teebetriebe),  die Staatslotterie (Milli Piyango) ,des weiteren 46 Gebäudekomplexe in Aydin, Kusadasi, Istanbul, Selcuk, Bodrum, Mugla, Kemer u.a.

Obwohl die Asset-Fonds für vieles als Sicherheit herhalten und sofort pfändbar und übertragbar sind, gibt es seit Februar 2017 keinerlei Berichte, was damit geschieht. Die Unternehmen und Anteile von Unternehmen, sowie alle Werte, die im Asset Fonds der Türkei sind, können per Entscheid des fünfköpfigen Vorstandes, die unter der Aufsicht des Herrn Erdogan stehen, jederzeit an Personen und/oder Unternehmen übertragen werden.

Dazu auch: Die Auslandsverschuldung der Osmanen war gestern

 

 

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