Von wegen Shanghai Five… Die neue Seidenstraße ohne die Türkei

Während die Türkei überlegt, der Shanghai Five Organisation beizutreten, versucht eines der Mitglieder, in Sachen Logistik, die Türkei, bei einem Mega-Projekt, draußen zu lassen.

China ein böses Spiel mit der Türkei. Es geht um die ‚Neue Seidenstraße‘, die von China gerade wieder ins Leben gerufen wurde.

Von meinem Logistiknetzwerk erfahre ich, dass China, in Verbindung mit Georgien und Zypern, derzeit ein By-Pass um die Türkei herum realisiert.

Die eine Ro-Ro Route soll über Kasachstan und Georgien und die andere über Zypern (griechischer Teil), führen. Somit bliebe die Türkei gänzlich draußen. Die Türkei soll zu spät vom Vorhaben der Chinesen erfahren haben, sagt Ahmet Hamdi Gürdogan, vom Zitrusfrüchte Marketing Gruppe (NTG Narenciye Tanitim Grubu).

Derzeit finanzieren die Chinesen einen neuen Hafen im georgischen Anaklia. Dieser Hafen soll, nach der Fertigstellung, die doppelte Kapazität von allen türkischen Seehäfen zusammen haben. Die Waren aus und nach China sollen bis zu diesem Hafen über die Schiene und danach mit den Ro-Ro Schiffen nach Europa (Rumänien) transportiert werden. So werden die Waren lediglich 10 Tage unterwegs sein.

Gürdogan drückt noch einen anderen wunden Punkt. Er nennt dabei eine Zahl von 3.500 Tonnen, die die Türkei momentan an Zitrusfrüchten nach Kasachstan bzw. in die Region, exportiert und sagt, dass locker 100.000 Tonnen (was für ein Unterschied), zu verkaufen möglich wäre. Man solle sich nicht durch die Landkarte täuschen lassen. Die chinesischen Produktionsstätten sind von Kasachstan 4.500 km entfernt und die türkischen 3.500 km. Auch sind die türkischen Hülsenfrüchte qualitativ besser und günstiger im Preis. Nur mit dem Vertrieb klappt es nicht so, wie anderswo auch.

Video: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/weltspiegel-reportage-chinas-neue-seidenstrasse-100.html 

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