Türkei – Wer Import abhängig exportiert, hat es nicht leicht

Der Anteil von High-Tech Produkten bei den türkischen Exporten ist sehr gering. Was die Türkei exportiert, wird zumeist über den günstigen Preis verkauft, also mit Mini-Marge.

Der Importanteil (Rohstoffe, Halbfertigerzeugnisse, Maschinen u.a.) bei den türkischen Exporten beträgt 82% (in Deutschland ca. 40%).

Stellen Sie sich jetzt vor, dass sie bei diesen geringen Margen, noch für teure Devisen, Importe stemmen müssten. Genau vor einem Jahr, also am 01. Dezember 2015 kostete 1 EUR = 3,06 TL und genau ein Jahr später, 14:50 Uhr Ortszeit, kostet es 3,68 TL. Noch heute Morgen stand der Kurs bei 3,61 TL.

Schaut man auf die Exporte der letzten 5 Jahre, so wurde 46,3% mit USD, 46% mit EUR, 4% mit TL und 3,7% mit restlichen Fremdwährungen realisiert.

Beim Import hat der USD mehr Gewicht. In den letzten 5 Jahren wurden die Importe zu 61,7% mit USD, 31,6% mit EUR, 5,3% mit TL und 1,4% mit restlichen Fremdwährungen realisiert.

Heute hat der Ministerpräsident verkündet, dass die Schwankungen bei den Devisenkursen, noch ca. 1,5 Monate Bestand haben würden. Was in 1,5 Monaten anders werden wird, wissen wir nicht. Auch sind es keine Schwankungen. Die türkische Währung befindet sich im freien Fall und erholt sich (momentan) in keiner Phase.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Unternehmen, mit der dicken Luft, klar kommen.

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