Türkei – Bereits über 500 Unternehmen wurden beschlagnahmt

Unternehmen, von denen man annimmt, sie würden mit Mr. G aus Pennsylvania in Kontakt stehen, werden unter die Zwangsverwalltung von TMSF gestellt.

TMSF klingt eigentlich harmlos, wenn man weiß, dass es nur die Abkürzung für  „Fonds zum Schutz der Spareinlagen“ heißt. In allen Fällen werden den Unternehmen, absolut branchenfremde, Zwangsverwalter zugewiesen, die laut Medien, zu horrenden Honoraren von über 100.000 TL/Monat (Mindestlohn liegt bei netto 1.300 TL/Monat), es dann leiten.

Die Eigner bekommen in den seltensten Fällen, eigentlich gar nicht mehr, die Unternehmen zurück. Es wird ganz und/oder zu Stücken verwertet.

Seit 2011 kontrollieren die zuständigen Minister alle Aktivitäten der vormals autonomen Aufsichtsbehörden. Darunter fallen auch RTÜK (Medienaufsicht) und BBDK (Banken- und Börsenaufsicht).

Mittlerweile stehen über 500 Kleine- und Mittelständische Unternehmen, mit einer Aktiva von 30 Mrd. TL der TMSF unter. 30.000 Mitarbeiter stehen, vor einer ungewissen Zukunft. (Zahlenangaben: Dünya)

Die Boydak-Gruppe aus Gaziantep, mit ca. 1 Mrd. EUR Umsatz und 13.000 Mitarbeitern, ist der größte dieser Unternehmen.

Die Erlöse aus den Unternehmensverkäufen gehen auf ein Sperrkonto. Dass die Verkäufe, weit unter Wert realisiert werden, ist Ehrensache. Sollte der frühere Eigner für unschuldig befunden werden, bekommt dieser den Verkaufserlös, ansonsten geht es an das Schatzamt der Türkei.

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