Moody’s Entscheidung wirbelt die türkischen Finanzmärkte durcheinander

Die Herabsetzung der Kreditnote der Türkei, durch Moody’s (von Baa3 auf Ba1) sorgte allseits für eine noch miesere Montagsstimmung. Die Entscheidung war, nach türkischer Zeit am Samstag um 3:13 Uhr in der Nacht bekannt geworden.

Es geht dabei um die langfristige Kreditwürdigkeit, welches durch die hohen Auslandsschulden des Staates (über 400 Mrd. USD) und der privaten Wirtschaft (ca. 215 Mrd. USD) belastet wird. Weiter heißt es in der Erklärung von Moody’s, der Ausblick sei stabil. Die Risiken im Zusammenhang mit der beträchtlichen externen Finanzierung seien weiter gestiegen.

Börse Istanbul machte den Anfang und öffnete heute (26. Sept.) mit Verlusten. Die BIST 100 verlor innerhalb kurzer Zeit 4,40%. Der USD klopft an der 3,00 TL Marke und steht bei 2,99 TL, während der Euro bei 3,3586 TL steht.

Da momentan zwei der Ratings, der großen Ratingagenturen – Moody’s, Fitch, Standard&Poors – bei Ramschstatus stehen, wird dieses auch andernorts Auswirkungen haben. Fitch bewertet die Türkei noch positiv.

Die großen türkischen Rentenfonds müssen die türkischen Wertpapiere abstoßen. Die Reglementierung besagt, dass in türkische Papiere nur investiert werden darf, wenn zwei Ratingagenturen, die Kreditnote der Türkei für investitionswürdig halten. Eine schlimme Situation, wenn nicht mal türkische Institutionen in türkische Papiere investieren dürfen. Wie soll da Vertrauen aufgebaut werden.

JP Morgan Analysten hatten schon vor einigen Tagen gesagt, dass bei einer weiteren Negativbewertung der Kreditnote der Türkei, die Investoren ca. 10 Mrd. USD türkische Staatsanleihen und Unternehmenspapiere abstoßen müssten.

Auch die Auslandsverschuldungen werden jetzt noch schwieriger und teurer werden.

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