Auslandsverschuldung der Türkei auf dem Stand vom Krisenjahr 2001

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“Das kann ich mir nicht anschauen!”

Vor fünf Jahren betrug das Verhältnis der Auslandsverschuldung* der Türkei zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) 40%. Heute ist die Türkei mit einer 58% Quote da, wo sie 2002, nach dem Krisenjahr 2001, war. Klar, die gestiegenen Devisenkurse spielen hierbei eine große Rolle. Wäre der USD, auf dem Stand von 2011, so betrüge das Verhältnis der Auslandsschulden zum BIP, 34,3%. Nur, darf dieses nicht darüber hinweg täuschen, denn dann wären die Auslandsschulden heute viel höher als es momentan ist. Warum? Bei günstigeren Devisenkursen hätten sich die Unternehmen stärker in Devisen verschuldet. Also wäre die Situation am heutigen Tag dann noch katastrophaler.

Es gibt einen ganz wesentlichen Unterschied zum Krisenjahr 2001. Damals lasteten die Schulden zu 50% auf dem Staat. Heute ist der Staat mit nur 30% dabei. Das verhindert größeren Schaden auf der Seite des Staates. Der private Sektor allerdings, steht unter massivem Druck und investiert seit fünf Jahren nicht mehr. So wird das Wirtschaftswachstum enorm verlangsamt.

Auslandsverschuldung

Auslandsverschuldung (linke Spalte in Mrd. USD) Bruttoinlandsprodukt (rechte Spalte in %) Quelle: Schatzamt der Republik Türkei

(*) Als Auslandsverschuldung bezeichnet man den Gesamtbestand aller Verbindlichkeiten, welche die Wirtschaftssektoren Staat, nicht finanzielle und finanzielle Sektoren einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland haben. Das Gegenstück zur Auslandsverschuldung ist das Auslandsvermögen.

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