Lie to me: Saab, das Volksauto aus türkischer Produktion und die Wahrheit

Ohne überheblich zu sein, möchte ich es auf meine langjährigen Erfahrung zurückführen,  dass ich das, was ich höre oder lese, gut analysieren kann. Als ich am 16. Oktober, also knapp vor einer Woche über Saab als das türkische Volksauto berichtete, sagte ich als einziger, dass da irgendwas nicht stimmen würde. Schon gingen die bösen Schreiben los, dass ich alles schlecht reden würde, wenn es um die Türkei ginge. Von wegen…

Wie in der amerikanischen TV-Serie “Lie to me”, wo man die Lügner an deren Verhalten entlarvte, so fiel mir auf, dass der türkische Minister für Entwicklung- und Industrie, bei dem was er über Saab und das erste Auto aus türkischer Produktion vor den Kameras sagte, sich in seiner Haut nicht wohlfühlte. Das, was er sagte, klang nicht ganz rund und in sich schlüssig.

Saab-Sprecher Sebastian Carlson sagte jetzt, dass die Firma NEVS, mit dem die Türkei eine Vereinbarung gemacht zu haben scheint, nichts mit der Marke Saab zutun hätte. Die Marke wäre Schwedisch und würde es auch bleiben. NEVS aus China hätte lediglich die Produktionsstätte von Saab vor 4 Jahren von General Motors gekauft. Carlson verneinte vehement, dass irgendeine Vereinbarung zwischen Saab und der türkischen Regierung geben würde und man möge bitte die Marke Saab nicht mehr in den Mund nehmen.

Auch würde man nicht verstehen, warum der Minister immer wieder die Technologie von Saab so herausstellen würde, als würde man gemeinsam forschen und entwickeln, wo doch nichts davon wahr wäre. NEVS aus China könne auch nur über die damalige Technologie von Saab 9-3 verfügen und hätte ansonsten auch keinerlei Bindungen mehr zu Saab.

Wieder bleibt es abzuwarten, wie die Geschichte um das erste türkische Auto weitergehen wird.

Quelle : Hurriyet-Online 

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