PISA-Studie: Das türkische Bildungssystem glänzt mit Beständigkeit

Diese Informationen sollten für die rückkehrwilligen Deutsch-Türken von immenser Bedeutung sein. Seit Jahre berichte ich über die Misere im türkischen Bildungssystem und das die inflationäre Zunahme an Universitäten nicht gleich hohen Bildungsstand bedeutet. Hier berichtet einer, der direkt damit zu tun hat.

Der Vorsitzende der Föderation der Privatschulen der Türkei, Halil Cin sendet, 2 Tage vor dem Schulbeginn, Hilferufe.
Der Bildungsstand der türkischen Schüler läge am Boden. Das einzig Beständige im türkischen Bildungssystem wäre der ständige vorletzte Platz der Türkei in der PISA Studie, drückt er sich sarkastisch aus.
In seiner Verzweiflung gab er Zahlen bekannt. In der Aufnahmeprüfung zur Hochschule (YGS) würden die Schüler, im Schnitt, gerade Mal 5 von 40 Fragen richtig beantworten.
5 Stunde Türkisch-Unterricht in der Woche würden gerade Mal dafür ausreichen, das die Schüler im Schnitt, 16 von 40 Fragen richtig beantworten würden.
Er stuft das Ganze als ‚Katastrophal‘ ein und sagt, dass sogar die Schüler, die Fernabitur machen würden, besser abschneiden würden als die die täglich die Schulbank drücken.
Dass die Straftaten in den letzten Jahren um 400% gestiegen seien und die Türkei somit Mexico überholt hätte, führt er ebenfalls auf den niedrigen Bildungsstand zurück.
Er kommt, wie ich finde, mit einem grausamen Beispiel an und erklärt, dass man z.B. mit den niedrigsten Punkten auf der Amasya Universität Lehrer in naturwissenschaftlichen Fächern werden kann. Bei der Abschlussprüfung bräuchten die angehenden LehrerInnen lediglich 10% der Fragen, von 90, richtig zu beantworten. Schon wären sie Chemie und Physik LehrerInnen. Von 90 Fragen nur 9 richtig und schon kann man die Jugend ausbilden !!! Fragt sich nur mit welchem Wissen.
Übrigens, an der o.g. PISA Studie würden 510.000 Schüler aus 65 Ländern teilnehmen.
Schulen, die seit 40 Jahren Englisch lehren, würden es nicht fertig bringen, die Türkei weltweit vom 116. Platz, was Englisch angeht, wegzubringen.
1,3 Mio. Schüler erlangten das Abitur über ein Ferngymnasium. Die Absolventen wären doppelt so erfolgreich, wie die Absolventen der religiösen Gymnasien und Berufsschulen.
Quelle : Hürriyet Print Regional-Ausgabe Mittelmeer (Akdeniz)

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