Türkei entwickelt sich allmählich zu einer Kaffeetrinker-Nation

Der Kaffeemarkt der Türkei explodiert. Türkisch Mokka mit dem dicken Kaffeesatz hat alle getäuscht. Man dachte, die Türken wären ein Kaffeetrinker-Nation. Weit verfehlt.

Die Annahme, eine Kaffeetrinker-Nation zu sein, füllt man jetzt mit Leben. Lag der Prokopf-Verbrauch des Türken noch vor einigen Jahren bei 280 gr./Jahr, so liegt man derzeit bei 700 gr./Jahr.

30 Kaffeemarken, davon 20 Türkische kämpfen um die Marktanteile. Derzeit haben diese Ketten 1.165 Läden, hingegen in Deutschland als Kaffeetrinker-Nation gab es (2011) 2.100 Coffee-Shops. Das zeigt auch, dass bei der verbrauchten Menge pro Kopf die Coffee-Shops in der Türkei, schwer in die Gewinnzone* zu führen sind. Während die Anzahl der deutschen Coffee-Shops doppelt so hoch ist, wie die in der Türkei, konsumiert der Deutsche das 10fache an Kaffee, gegenüber dem Türken.

Istanbul allein hat 443 davon. Starbucks ist mit 234 Standorten Marktführer, gefolgt von der türkischen Marke Kahve Diyari (124) und Kahve Dünyasi (117). Nur in Izmir sind die türkischen Coffe-Shops in der Überzahl.

75% des verbrauchten Kaffees macht noch Türkisch Mokka aus, doch die Filterkaffee Trinker, sind auf dem Vormarsch.

(*) Da die Türken noch nicht die erforderlichen Kaffeemengen verkonsumieren, weichen die Marken vom eigentlichen Konzept schnell ab (die Türkischen) und verkaufen nebenher auch Snacks. Bei manchen Marken gibt es sogar Nudelgerichte. Von einem reinen Coffee-Shop rate ich allen meinen Beratungskunden ab. Die Miete macht in der Türkei außerdem einen verhältnismäßig größeren Anteil der Gesamtkosten aus.

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