Großauftrag (3,91 Mrd. EUR) aus Kuwait für den Bauriesen Limak

Der türkische Bauriese Limak hat in Kuwait einen Großauftrag in Höhe von 4,34 Mrd. Dollar (3,91 Mrd. Euro) an Land gezogen.

Limak wird im Golfstaat ein Flughafenterminal bauen, wo bei vollständiger Fertigstellung bis zu 25 Millionen Passagiere abgefertigt werden sollen.

Das sei der größte Bauauftrag, den je ein türkisches Bauunternehmen in einem Stück erringen konnte, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung mit. Das Terminal am Kuwait International Airport soll nach Fertigstellung 13 Millionen Fluggäste fassen und ist langfristig auf eine Kapazität von 25 Millionen Passagieren ausgelegt.

Auf der Baustelle in Kuwait sollen 5.000 Arbeiter zum Einsatz gelangen. Material und Arbeiter sollen zu einem großen Teil aus der Türkei kommen. Limak hat sich auch verpflichtet, nach Fertigstellung des Terminals zwei Jahre lang die Wartungs- und Reparaturarbeiten zu übernehmen. Der Staat Kuwait trägt laut Limak die Finanzierungskosten zur Gänze.

Das Unternehmen Limak hat unter der islamischen-konservativen AKP-Regierung zahlreiche Großaufträge im Inland für sich reklamieren können. Limak ist unter anderem im Joint Venture des türkischen Baukonsortiums, das den Zuschlag für die Errichtung des umstrittenen dritten Istanbuler Flughafen erhielt.

Der Bauriese hat das neue Terminal am Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen auf der asiatischen Seite des Bosporus errichtet ebenso wie das neue Terminal des Flughafens Pristina im Kosovo. Wie das Unternehmen überdies kürzlich verlautete, hat es den Tender für den Bau eines Terminals des russischen Flughafens Rostow für sich entscheiden können.

kuwaitDer Großauftrag im Golfstaat fettet die heurige Bilanz der türkischen Bauindustrie auf. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres haben die türkischen Bauriesen bei Aufträgen im Ausland schwere Schlappen einstecken müssen. Die Aufträge gingen im Halbjahr gegenüber 2014 um 40 Prozent zurück, die Einnahmen schrumpften um 20 Prozent auf 8,2 Mrd. Dollar. Dies gab die türkische Bauunternehmervereinigung (B) Ende Juli bekannt. Schuld sei die politische Lage im Nahen und Mittleren Osten. Vor allem in Ägypten und Libyen haben die Baufirmen Experten zufolge kräftig Federn lassen müssen.

Quelle : tt.com

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