Dem Erfolg stehen im Wege : Die Sprache, der Preis, die Transportkosten …

Der Tiefkühlkost-Markt der Türkei kommt von Anbeginn an nicht weiter. Zum einen hat es sicher den Grund, dass die Menschen, wie gewohnt, Frischware vom Markt bevorzugen, zum anderen ist es aber so, dass die Branche nicht vermitteln kann, dass Tiefkühlkost genauso gut und vitaminhaltiger ist.

Jetzt hat die Branche auch die Chance in Russland an sich vorbeiziehen lassen.

Zu hohe Preise und kaum Lagerware waren wohl die Gründe. Die hohen Preise kann ich auch nicht verstehen. Gehe ich ein Maiskolben kaufen, kostet ein Stück auf dem Markt ca. 0,70 TL (0,23 TL) . Kauft man Mais in Dosen, kostet dieser schon 6 TL (2,00 EUR), wobei nicht einmal die Menge an Maiskörnern drin ist, die auf einem Maiskolben sind.

tiefkühlRussland kauft Tiefkühlkost aus Spanien, Polen, Spanien, Deutschland, Serbien und Ungarn. Also von dort, wo eigentlich von Anfang an alles teurer ist. Nur das Endprodukt ist dort günstiger als in der Türkei. “Dot kann i nit verstonn” würde der Kölsche sagen.

Die Argumentation eines Tiefkühlkosthändlers, den ich kenne : “Wenn wir Russisch gekonnt hätten, wenn der Preis gestimmt hätte, wenn wir genug Lagerware gehabt hätten und wenn wir nicht so hohe Transportkosten hätten, würden wir wie verrückt verkaufen”.

Er schickt noch eines hinterher : “Bei der hohen Qualität, die wir in der Türkei haben, müssen die Preise hoch sein”. Verstehe, weltweit stellen alle mindere Qualitäten her.

Die Branche nimmt jetzt an den Messen in Amerika, Australien und sonst wo teil und möchte Ausschau nach neuen Märkten halten. Nur, Russland ist um die Ecke, wie soll das auf den entfernteren Märkten klappen ?

 

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