Was sind “High-Schrottable-Products” ?

In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden in der Türkei 17,7% mehr Unternehmen gegründet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das hört sich so weit ganz gut an.

Die türkischen Staatsbürger gründeten in diesem Zeitraum 29.273 Unternehmen mit 5,675 Mrd. TL Gesamtkapital.

Von den 1.950 Unternehmen (ebenfalls TOBB Statistiken), die mit ausländischem Kapital gegründet worden, waren die Syrer wieder mal mit 608 Unternehmen Spitze. Den Syrer folgten die Deutschen mit 157 und die Iraner mit 118 Unternehmen. Es fiel auf, dass die Investoren aus den westlichen Ländern Unternehmen mit hohem Gründungskapital gründeten.

Trotz der Steigerung bei den Kapitalgesellschaften, ging die Zahl der Gründung von Einzelunternehmen um 44,8% zurück.

Die Firmenschließungen in den ersten 5 Monaten gingen im Vergleich zu 2014 um 44% zurück. Dass diese Zahl nicht sehr aussagefähig ist, muss ich im Besonderen betonen. Es gibt nämlich einen Trick, die man aktuell oft anwendet, man sich dem Problem der Geschäftsauflösung entledigt und das Unternehmen dennoch los wird. Nur möchte ich dieses nicht hier öffentlich bekanntgeben.

Auch muss ich sagen, dass es der Türkei nicht gut tut, dass die syrischen Flüchtlinge, warum auch immer, den Türken, sofort nach Einreise, gleich- bzw. bessergestellt werden. Die von diesen gegründeten Unternehmen sind zumeist produzierende Betriebe, die absolut mindere Qualität produzieren. Da bei den meisten Händlern, die den Markt bestimmen, die Maxime gilt: „Hauptsache billig“, weichen viele türkischen Händler auf diese Unternehmen aus. So wird statt ‚High-Tech‘ die man von der Regierung fordert, „High-Schrottable-Products“* produziert. (*) Bitte nicht zu ernst nehmen, die Wortschöpfung ‘Schrott’ und ‘-able’ aus dem Englischen fiel mir gerade so ein. Schrottmäßig halt 😉

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