Metro Großmarkt ersetzt den Hauptbahnhof als Begegnungsstätte

Als die ersten sogenannten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, waren es zumeist Männer. Diese hatten nur Kontakt zu Landsleuten und fanden sie zumeist an den Hauptbahnhöfen.

gastarbeiterEs mag daran liegen, dass sie aus der Türkei kommend mit dem Zug hier ankamen und sich deshalb in diesen Bauten heimisch fühlten. Manche kannten nur einige wenige deutsche Wörter. Hallo, Guten Morgen, Wiedersehen, Tschüss und eben Hauptbahnhof.

Zigarette in der Hand, Hürriyet oder Tercüman-Zeitung (gibt es nicht mehr) unter dem Arm, standen sie da. Angesprochen wurden sie zumeist von den eigenen Landleuten. “Atesin varmi ?” (Hast du Feuer für mich ?), “Neredensin ?” (woher kommst du ), “Icindenmi ?” (wie übersetzt man so etwas, dass es den gleichen Sinn ergibt, wie im Türkischen) oder von gewissen Damen, die an dieser Gruppe Ihre Stammkunden hatten.

Der Vergleich mag hinken aber etwas ähnliches passiert an der türkischen Riviera mit den Deutschen. Die Metro Großmärkte halten als Hauptsbahnhofsersatz her und sind die Begegnungsstätten der Deutschen und sonstiger Ausländer. Heimatliche Produkte kaufen, z.B. Kölsch, Alt, Pilsener, Käse, Wurst u.a. und einen Small Talk halten mit den Landsleuten.

Besonders das Metro obligatorische Cafe oder Cafeteria ist deren Treffpunkt. Hier tauscht man sich aus, bei aufkommenden heimatlichen Gefühlen.

Auch hier unterhält man sich über das Wetter, nur mit einem Unterschied : Man überlegt, wann es das letzte Mal geregnet hatte. 🙂

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