In der Türkei sollte die 2,5 Tage-Woche eingeführt werden

Die einen möchten in die Türkei, dort leben und arbeiten. Die anderen sind schon da und langweilen sich am Arbeitsplatz.

Man sollte diese Aussage nicht nur auf die Rückkehrer beschränken, denn unter den Einheimischen sind wesentlich mehr da, die sich am Arbeitsplatz langweilen. Bei den Rückkehrern ist es so, dass kein Wissen abgerufen wird. Das erlernte bleibt ungenutzt. Wieder der Hinweis darauf, dass die Ausnahmen die Regel bestätigen. Die von mir oft erwähnte Zahl von 20 Mio. Arbeitsuchenden  allein in einer Online-Jobmaschine (kariyer.net) beweist meine Feststellung.

Bei einem Treffen türkischer Unternehmensberater (14 Personen) einigten wir uns auf 21%. Die Fragestellung war, wie viel Prozent der Angestellten sorgen dafür, das das Unternehmen funktioniert ? Die Meinungen schwankten von 15 bis 32%. Dabei haben wir, damit keiner von uns beeinflusst wird, die eigene Einschätzung verdeckt auf ein Zettel geschrieben und nicht in die Runde gerufen. Der Schnitt lag bei bitteren 21%.

Man schätzt, dass 60% der Stellen außerdem falsch besetzt sind. Eigentlich sind die Deutschtürken die antreibenden Kräfte in den jeweiligen Unternehmen. Deutsche Gründlichkeit und Pünktlichkeit haben sie im Erbgut. Eine Freundin, die gerade in einer Anwaltskanzlei ihren Job angetreten hat, rief letztens an und berichtete. Nur kochen braucht sie nicht. Sonst ‘All inclusive’ an Arbeit, was sie verrichten muss.

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