Die türkische Privatrente anstelle von “Bana birsey olmaz”*

Die Privatrente der Türkei (Bireysel Emeklilik) ist eines der sichersten Anlagen mit der größten Rendite, die man in der Türkei in dieser Form bekommen kann.

Die Zahl der Versicherten ist schon über die 5 Millionen Grenze. Die Steigerung bei den Privatrentenverträgen beträgt jährlich fast 30%.

Daran können alle Türken und die Deutschen mit dem ‘Blauen Ausweis’ (mit der türkischen ID, TC Kimlik No.su) teilhaben.

Schon mit dem Entschluss dabei mitzumachen, hat man den staatlichen Zuschuss von 25% in der Tasche. Entscheidet man sich für einen monatlichen Beitrag von 100 TL oder 1.000 TL oder mehr, der Staat steuert 25% dazu.

Hinzu kommt, dass man mind. nur 10 Jahre lang einzahlen muss und mit der Erreichung des 56 Lebensjahres Anspruch auf die Rente hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob man aus Deutschland und/oder aus der Türkei die staatliche Rente bezieht.

Übrigens, der ausgezahlte Betrag ist, nach den bisherigen Erfahrungen, mind. doppelt bis dreimal so viel wie die normale türkische Rente (bei gleichen monatlichen Beiträgen, die eingezahlt worden).

Wie der Geschäftsführer der Privatrentengesellschaft der ING Bank ING Emeklilik) Jetse De Vries sagte, ist die Möglichkeit zur Privatrente den im Ausland lebenden Türken nicht ausreichend erklärt worden.

Die die davon wüssten, würden auf dem Mail und Post Wege die Abschlüsse tätigen. Auch gibt es einige wenige Vermittler in Deutschland, die diese Abwicklungen zur türkischen Privatrente tätigen.

Obwohl es in Deutschland 46.271 gewerblich tätige Versicherungsmakler und 207.000 Versicherungsvertreter gibt, ist die Vermittlung der türkischen Privatrente, wegen den im Vergleich zu den sonstigen Versicherungen zu niedrigen Provisionen, nicht so interessant.

Die Provision beträgt ein ca. Monatsbeitrag des Versicherten. Bekanntlich können, z.B. bei Lebensversicherungen, die Provisionen für die Vertreter 1,5 Jahresbeiträge übersteigen.

Dieses geht bei der türk. Privatrente nicht. Der Grund sind die starken Reglementierungen seitens des Staates. Es dürfen nur Akademiker mit Uni-Abschluss für die türkische Privatrente (BES) unterwegs sein. Der Staat steuert 25% bei und wacht entsprechend darüber, dass alles ordentlich abgewickelt wird.

Übrigens, die Privatrente gibt aus einem sehr einfachen Grund. Die Türken sparen nicht und um die zum Sparen zu bewegen, hat man die Privatrente erfinden müssen.

46% der Türken gaben an wegen zu hoher Schulden nicht sparen zu können. 16% hätten Verlustängste, das Ersparte zu verlieren, 13% gaben an kein Geld zu haben und 7% fanden die Zinserträge zu niedrig.

38% der Sparer setzen auf Sicherheit, wenn es um Geldanlage und Sparen geht. 20% der Sparer möchte den höchstmöglichen Ertrag auf dem Markt erzielen.

Bei unerwarteten Tiefschlägen gehen die Türken damit am besten um und bauen weniger Stress auf  als andere Nationalitäten.

(*) “Bana bir sey olmaz” (Mir wird schon nichts passieren), eines der meistbenutzten Sätze aus dem Munde der Türken, scheint also weiterhin Bestand zu haben.

62% sparen für unvorhergesehene Situationen, 33% für die Zukunft der Familie und 13% für die Rente. Nur 10% spart gelegentlich (Die Zahlen stammen von AvicaSA Renten- und Lebensversicherungs CEO Meral Erdenk zum 10. Jahrestag der privaten Rentenversicherung in der Türkei).

 

 

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