Teile von Sylt gehen in die Verwaltung der katholischen Kirche über

Man stelle sich mal vor, dass Teile von Sylt in die Verwaltung der katholischen Kirche übergeht und viele Ladenbesitzer ihre Gewerbe aufgeben müssen. Ich weiß, undenkbar.

Nicht so in der Türkei. Alacati gehört zu Izmir und ist eine Perle der Ägäis und weltweit unter den Top 3 der Surfzentren.

Jetzt ist es passiert und auch noch kurz vor der Urlaubssaison. Die kommunalen Verwaltungen wurden neu organisiert. Eigentlich müsste somit Alacati unter die Verwaltung von Stadt Cesme übergehen. Das wäre nicht so schlimm, zumal alle an einem Strang ziehen und die aufstrebende Alacati in jeder Hinsicht fördern. Die Verwaltung geht aber stattdessen der Diyanet (Amt für religiöse Angelegenheiten) über. Das wurde aus Ankara so beschlossen.

1 Hotel, 24 Läden und 80 Kleinkunstverkaufsstände, samt Grundstücke gehören jetzt dem Amt für religiöse Angelegenheiten. Die Gewerbetreibenden und die Bürger sind entsetzt und sehen Alacati somit auf dem absteigendem Ast. Eine Katastrophe für die Stadt, der seines Gleichen sucht.

Die Räumungsbescheide sind bereits zugestellt. Die Bürger sind deshalb erbost, weil man schon in den letzten Jahren drei Grundstücke im Stadtzentrum, die der Stadt Alacati gehörten, für zwei Gotteshäuser an Diyanet und eine Schule, an das Kultusministerium abtreten musste. Auf Klagen haben die Bürger damals verzichtet und gehofft, dass es damit ein Ende hat.

Das Grundstück eines seit 2010 stattfindenden hocherfolgreichen Frühlingsfestivals (Ot Festivali) ist ebenfalls vom örtlichen reli Mufti (ähnlich dem Pastor) beschlagnahmt worden.

Quelle

Es gibt wohl kein anderes Land, der mit solchen Entscheidungen sich selber schadet, wie die Türkei.

 

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