Türkei – Nicht privat versichert bedeutet, haushoch verloren

Wer in der Türkei nicht privat krankenversichert ist, hat verloren. Im staatlichen Krankenhaus :  Stickige Luft, Thermometer zeigt auf 32 Grad (Menschen sterben bei dieser Temperatur durch Unterkühlung, nur ist das die Raumtemperatur), dunkle Warteräume, nicht einmal Stehplätze für wartende, Chaos total.

Im Untersuchungsraum angekommen ruft die Arzthelferin nach Draußen : “Wann kommen endlich saubere Tücher. Seit 2 Stunden habe ich keine sauberen Tücher mehr”.

Dabei heißt die Krankenversicherung in der Türkei Saglik Sigortasi, übersetzt : Gesundheitsversicherung.

Blutabnahme wird nötig. Alleine, um sich dazu anzumelden, musste man eine Stunde warten. Dann noch einmal 3 Stunden, bis die Dienstzeit zu Ende war und man am nächsten Tag kommen musste.

Die Laborergebnisse waren nicht berauschend bzw. schlimm. In der Stadt fand sich kein Spezialist. Man musste 150km reisen. Dort gab es die Spezialisten. Nur bis auf einen behandelten alle anderen nur privat. Seit einiger Zeit müssen sich die Ärzte entscheiden . Entweder staatlich, dann dürfen Sie keine Privatpatienten behandeln, oder nur Private.

Die selbe Krankheit musste auch eine Bekannte behandeln lassen. Sie haben eine Wohnung verkaufen müssen, weil sie nicht privat versichert waren.

Auch beim staatlichen Krankenhaus musste man erfahren, dass sogar dort Handgelder zu bezahlen waren, damit der Spezialist so gnädig ist und einen bevorzugt behandelt.

Es reicht manchmal, wenn man den Parkwächter vom Krankenhaus kennt. Man steckt ihm Geld zu, er ruft beim Chefarzt an und schon fühlt man sich wie ein Privatpatient. Klar, der Chefarzt ist stolz auf seinen nagelneuen 4×4, der durch den Parkwächter eine besondere Pflege und Schutz erfährt. So etwas verbindet.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Mal schauen, wie es weitergeht. Eines steht fest, wer in der Türkei nicht privat versichert ist, hat verloren und gleich “zu Null”.

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