Heilige Maria, wo bleiben die Pilger ?

Das Haus der Mutter Maria (türkisch ‘Meryem ana evi’) ist das angeblich letzte Wohnhaus und in dem Sinne auch das Sterbehaus Marias, der Mutter Jesu (Meryem ana) nahe der antiken Stadt Ephesos. Das Haus liegt etwa 7 km von Selçuk entfernt auf dem Nachtigallenberg (Bülbül Dağı). Unterhalb des Wohnhauses entspringt eine Quelle.

Im Ruinenfeld von Ephesus befinden sich gut erhaltene Reste der Marienkirche, die auf eine römische Basilika aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. zurückging. In dieser Kirche fand 431 das Konzil von Ephesus statt, das den Titel Marias als „theotokos“, „Gottesgebärerin“, bestätigte.[1]

1896 erklärte Papst Leo XIII. Mariens Haus zum Wallfahrtsort. Sein Nachfolger, Pius X., gewährte den Pilgern und Pilgerinnen einen vollständigen Ablass von Sündenstrafen. 1960 zu Darstellung des Herrn sandte Papst Johannes XXIII. eine spezielle Kerze zu dem Haus. Solche Kerzen werden nur zu den bedeutendsten Marienwallfahrtsorten gesandt.

Papst Paul VI. besuchte das Haus am 26. Juli 1967 und bestätigte seine Echtheit. Papst Johannes Paul II. besuchte es am 30. November 1979, Papst Benedikt XVI. am 29. November 2006. Jedes Jahr findet dort zu Mariä Himmelfahrt am 15. August ein Gedenkgottesdienst statt.

Auch viele Muslime verehren dort die „Mutter des Propheten Isa ibn Maryam“.

Die Stadt Ephesos wird jährlich von 2,5 Mio. Pilgern und Touristen besucht. Laut dem Bürgermeister der Ortschaft Zeynel Bakici ist diese Zahl bei weitem zu wenig.

Er vergleicht das Wallfahrtsort  Fátima in Portugal mit Ephesos und sagt, dass Portugal bei einer Bevölkerung von 10 Millionen, 5 Mio. Pilger jährlich dort hin ziehen würde. Fátima ist eine Stadt im Kreis Ourém in Portugal. Sie ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der römisch-katholischen Kirche (Quelle zu Fatima).

Jetzt sollen neue Werbemaßnahmen Ephesos da hin tragen, wo sie als Wallfahrtsort hingehört. Die Kirchen in der Ortschaft sollen nicht mehr nur als Museen dienen sondern alle der Andacht eröffnet werden.

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