Die Produktion von Mindestlohnempfängern geht weiter

Der Arbeitsmarkt der Türkei bricht alle Rekorde. Auf der einen Seite steigen die Arbeitnehmerzahlen rasant. Nicht anders sieht es auf der Seite der Arbeitsuchenden aus.

Im Oktober 2014 lag die Arbeitslosenquote bei 10,6%. Das sind 3.095.000 Arbeitslose.

Im Oktober 2013 lag die Zahl der Arbeitnehmer bei 27.216.000. Hingegen stieg auch diese Zahl im Oktober 2014 auf 29.153.000.

Die syrischen Einwanderer spielen bei dieser Entwicklung eine tragende Rolle, zumal 1,5 Millionen Syrern ein biometrischer türkischer Ausweis ausgegeben wurde.

Somit werden sie mit den Türken gleichbehandelt. Ich glaube die Europäer können bei diesen Zahlen nur staunen. Irak-, Golf-, Syrien-, Aserbaidschan-, Palästina-, Balkan-Flüchtlinge. Das sind Millionen über Millionen an Menschen, die die Türkei aufgenommen hat und weiter aufnimmt.

Klar, dieser Zustand zeigt die Barmherzigkeit der Türken, nur die Türkei bringt es auf keinem Fall weiter und garantiert, dass es noch Jahrzehnte, ein Billiglohnland bleiben wird.

Denn die Flüchtlinge, wenn sie nicht in die Selbständigkeit gehen, sind zu 99% Mindestlohnempfänger. Schlimmer noch ! Diese sind bereit, weit unter dem Mindestlohn und ohne sozialen Schutz zu arbeiten.

Für die Türken kommt es noch schlimmer. Die Syrer können sich auf den türkischen Universitäten ohne Prüfung einschreiben lassen, während die türkischen Anwärter, Prüfungen über Prüfungen ablegen müssen.

Die Frauen werden auf Druck der Familie und der Öffentlichkeit am arbeiten gehindert. Direkt nach der Uni bleiben sie entweder zuhause oder heiraten. In beiden Fällen stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

Am Ende muss man noch froh sein, dass sie nicht dabei sind. Einige Millionen mehr an Arbeitslose wären weltweit rekordverdächtig.

 

 

 

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