Wenn sie zu Mittag oben gegessen hätten, würden sie noch leben

Stellt Euch vor, in Deutschland passiert ein Grubenunglück, wie jetzt in Ankara geschehen, wo noch 18 Bergleute unten festsitzen und man eigentlich kaum ein Hoffnung hat, diese lebend zu bergen und der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck tritt vor die Kameras und sagt : “Hätten die zu Mittag nicht unten in der Grube gegessen sondern oben, wären die noch am Leben”. Da würde man doch erst einmal schlucken und überlegen, ob man das richtig gehört hat.

Als Konsequenz würde Herr Gauck wahrscheinlich zurücktreten.

Der türkische Präsident Erdogan hat, nach seinem Minister, diese schwachsinnige Feststellung mit dem Mittagessen, ebenfalls wiederholt. Kommentieren braucht man da nicht viel, beschämend genug.

Mittlerweile steht fest, dass die Grubenarbeiter seit 3 Monaten kein Lohn bekamen. Nach den letzten Sammelgesetzten (Torba yasa), sind den Mitarbeitern auch die Zubringerdienste gestrichen gewesen. Diese mussten zusehen, wie sie zur Arbeit und zurück kamen. Die Mittagspause war, wahrscheinlich als Ausgleich für die hervorragenden Bezahlung, nur 15 Minuten lang. Also ausreichend Zeit, schnell mal aus einigen Hundert Metern raufzufahren, zu essen und runterzukommen. Die Bergleute mussten das Essen außerdem von Zuhause mitbringen.

Das Problem mit den in der Grube verschollenen hat man aber mittlerweile gelöst. Es gibt eine Nachrichtensperre.

Quelle : haberler.com

Foto : amkspor.com

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