“Mann des Jahrhunderts” stammt aus Diyarbakir

Aus Diyarbakir in die große weite Welt. Der heute 89 jährige und in voller Blüte stehende Prof. Dr. Yasargil ist von der Föderation der Gehirnchirurgen der USA zum “Mann des Jahrhunderts” auserkoren worden. Trotz seines hohen Alters operiert er immer noch. Er hält es nicht für möglich, dass Stress eine Todesursache sein kann. Wer ein gut funktionierendes Herz hat überlebt alles. Wäre Stress eine Todesursache, so müsste er und alle seine Chirurgenkollegen, die 16-18 Stunden am Tag arbeiteten schon längst tot sein, sagte er in eine Interview.

Auch denkt er nicht, dass die Strahlen von Handys zu vermehrter Tumorbildung führten. Die Zahlen an Tumoren wären durch die Jahre nicht gestiegen. Er hält rauchen für weitaus am gefährlichsten. Hier ein Text aus dem Jahre 2005, zu seinem 80. Geburtstag aus dem NZZ

Am 6. Juli kann Gazi M. Yasargil, emeritierter Professor für Neurochirurgie an der Universität Zürich, in bester Gesundheit und bei voller Aktivität seinen 80. Geburtstag feiern. Er war von 1973 bis 1992 Direktor der von seinem Lehrer und Vorgänger Hugo Krayenbühl 1937 gegründeten und durch Yasargil zu Weltgeltung gebrachten Neurochirurgischen Klinik des Zürcher Universitätsspitals. Seine Laufbahn nahm 1953 im damaligen Kantonsspital Zürich ihren Anfang und ist aufs Engste mit der Entwicklung und dem Ansehen des Zürcher Universitätsspitals verbunden. Meilensteine seiner Tätigkeit sind die Einführung des Operationsmikroskops in die Neurochirurgie, die Durchführung der ersten Bypass- Operation an den Hirngefässen zur Behandlung des Schlaganfalls und die Entwicklung von chirurgischen Techniken zur Behandlung von Hirngefässerkrankungen, Hirntumoren und Epilepsie.

Voraussetzungen seiner Tätigkeit waren eine bis ins letzte Detail sinnvoll organisierte Klinik, die wie eine Grossfamilie funktionierte, und ein in der Disziplin, Stille und Ästhetik wie ein Orchester zusammenspielendes Operationsteam, das die Vollbringung individueller neurochirurgischer Meisterwerke zugunsten des einzelnen Patienten ermöglichte. Eingebettet war dieses Wirken in ein medizinisch-philosophisches System, dessen Hauptmerkmale die totale Hingabe an den Patienten, die Behutsamkeit und Präzision des chirurgischen Tuns und der ständige Respekt vor dem menschlichen Gehirn sind. Getragen war diese Tätigkeit von einer wohlwollend und respektvoll gesinnten Spitalverwaltung und einer vertrauensvollen Behörde.

Nach seiner Emeritierung im Jahr 1992 folgte er 1994 einem ehrenvollen Ruf auf eine ordentliche Professur für Neurochirurgie der medizinischen Fakultät der Universität Arkansas, Little Rock, wo er bis heute mit ungebrochener Energie als Chirurg, Forscher und Lehrer tätig ist. In Anerkennung seiner ungewöhnlich grossen Verdienste wurde er mit wissenschaftlichen Preisen, Honorarprofessuren und Ehrendoktorwürden mehrerer Universitäten sowie Ehrenbürgerschaften und Ehrenmitgliedschaften in Fachgesellschaften ausgezeichnet. Während eines Besuches vor wenigen Tagen in seinem «Kanti» hat der Jubilar in gewohnter Frische im Kreise früherer Schüler und junger Kollegen über seine neuesten operativen Ergebnisse und über die Zukunft der Neurochirurgie referiert.

Prof. A. Valavanis Direktor des Institutes für Neuroradiologie Universitätsspital ZürichTextquelle : nzz.ch

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