Reformstau in der türkischen Wirtschaft

türkei fahne turkey flagOffensichtlich gibt es einen Reformstau in der türkischen Wirtschaft, der das Wachstum hemmt, so dass selbst regierungsnahe Wirtschaftsverbände dies anmahnen. Auffällig ist, dass in letzter Zeit übermäßig viele Anfragen nach Aufträgen aus der Türkei auch in unseren Unternehmen hier eingehen. Speziell in der Energiewirtschaft sind, wie in unteren Threads diskutiert, die Energieversorger-Investoren speziell über das Ausbleiben der Energiebörse (EPIAS) sehr enttäuscht, obwohl dies in einem Gesetz mit fester Zeitangabe festgeschrieben war. Neben der gehemmten Liberalisierung des Marktes, hier speziell im Energiesektor, ist auch die Rechtssicherheit in der Türkei zu einem Fragezeichen in den Köpfen der Investoren geworden. Im unteren Artikel wird zu Recht vom Verbandspräsidenten darauf hingewiesen, dass Wachstumsraten in der Türkei mindesten um 6% liegen sollten, um als Erfolg zu gelten. Wichtige Probleme wie die fast 1,4 Millionen syrischen Flüchtinge in der Türkei, die ökonomische Herausforderungen mit sich bringen, lassen sich auch weitere Probleme des schwächelnden Inlandsmarkts nicht durch eine erzwungene Niedrigzinspolitik lösen. Auch initiierte staatliche Großprojekte reichen hier nicht aus, deren Finanzierbarkeit ihre Grenzen bald auch erreicht haben dürften.

In Anlehnung an das o.g. Artikel auf patronlardunyasi.com ‘Anadolu’daki Patronlar burnundan soluyor’

Von Atilla Türk (Geschäftsführer und Investor im Bereich alternativer Energien, nach Gesprächen mit den Vertretern der Energiebranche, in Zusammenhang mit der Türkei).

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