Man reagierte nach dem Aufzugunfall an der Baustelle sofort. Das ‘wie’ wirft Fragezeichen auf.

applausAn der Unglücksbaustelle in Istanbul, wo letzte Woche durch ein Aufzugunfall 10 Bauarbeiter starben, wird weitergebaut. Allerdings nicht am Bau selber sondern an der hohen Spanplattenmauer, die man um die Baustelle herum zieht. Das ist die Lehre, die man aus dem Unglück gezogen hat. Man muss hohe Mauern um die Baustelle ziehen, damit keiner was mitbekommt.

Der Aufzug war 32 Etagen tief in die Tiefe gerast. An dem Aufzug waren keine Stopper, die sonst vorgeschrieben wären. Bei solchen hohen Bauten sollen sogar Fallschirme vorgeschrieben sein.

Dieser Aufzug war vor einigen Monaten schon mal abgestürzt. Damals konnten die Arbeiter ihn noch anhalten. Die letzte Inspektion an der Baustelle soll vor einem Jahr gewesen sein. Nur bei der heutigen Situation könnten die Kontrollen täglich stattfinden und diese würden dennoch nicht bewirken. Warum ?

2012 hat man die Kontrollen der Baustellen an Privatunternehmen übertragen. Diese werden vom Bauunternehmern engagiert und bezahlt. Jetzt könnt Ihr raten, ob es überhaupt passiert, dass die was beanstanden oder gar eine Baustelle des Auftraggebers stilllegen. Man wünscht sich wieder staatliche Kontrollen, aber mittlerweile gibt es so viele Kontrollunternehmen, dass man dieses nicht wagen wird. Zumal viele dieser der Regierung nahe stehen.

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