Irak treibt viele in der Region aktive türkische Bauunternehmen in die Pleite

kopfkratzenDie Krise in Irak hat nicht nur die türkischen Exporte in das Land halbiert sondern auch die Bauunternehmen erfasst. In diesem Jahr nahmen die Bauunternehmen 22 neue Projekte aus Irak in Angriff, die einen Wert von 1 Mrd. USD haben. Mit den Projekten, die noch am laufen sind (70), haben diese einen Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. USD. Betroffen sind 43 Unternehmen. Die Arbeiter sind aus den meisten Projekten abgezogen und nach Türkei gebracht worden. Nur in Basra laufen noch einige Aufträge weiter.

Ein Manko türkischer Unternehmen ist, worauf ich bei vielen meiner Postings hinweise, dass  Geschäfte vor der Haustür (beim direkten Nachbarn) die auch noch fast aus dem gleichen Kulturkreis entstammen, leichter erscheinen. Dabei setzt man in der Region immer auf das falsche Pferd. Klar, irgendwer muss den Irak oder die anderen vom Krieg und Unruhen erfassten Länder, immer wieder mal aufbauen, nur kenne ich persönlich Unternehmen, deren Existenz nur auf die Region abgestellt ist. Große Bauunternehmen merken, wie leicht sie dort an Aufträge drankommen. Nur deren Risk-Management wird dabei gänzlich ausgeschaltet. So fängt man mit der Zeit an, sich nur noch auf die Region zu konzentrieren. Nach Libyen, wo schon viele türkische Bauunternehmen pleite gingen, scheint die nächste Pleitenwelle schon vorprogrammiert bzw. ist schon im Gange.

 

 

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