Integration und sein Schwesterherz Migration gingen Hand in Hand die Straße runter

handinhandBei einer Umfrage war meine Meinung gefragt. Die zwei Fragen und meine Antworten dazu.

1. Integration türkischer Kinder und Enkel der ehemaligen Gastarbeiter unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Ich denke die meisten aus dieser Gruppe sind nicht integrationsfähig. Da die Türkei in deren Köpfen ist, denken sie bei jeder Kleinigkeit, die sie unglücklich macht, dass sie in der Türkei besser haben würden. Solange dieses Hintertürchen in den Köpfen offen bleibt, ist eine Integration bzw. Glücklichsein unmöglich. Das Deutschland- und Türkei-Bild wurde in den Köpfen der Kinder, durch solche Sätze gebildet: „Du bist Türke, die Deutschen mögen die Türken nicht.“, „Wir sind hier Menschen zweiter Klasse“, „Die Türkei hat Steine und Böden aus Gold“, “Nur der Türke ist des Türken bester Freund”. Wie soll sich solch ein Kind jemals integrieren können ?

2. Der Integrationserfolg hängt jedoch nicht nur von der Integrationsbereitschaft und –Fähigkeit der Zugewanderten ab, sondern auch von der Qualität der Integrationsprogramme in den Institutionen bzw. von der Integrationskompetenz der dort tätigen Fachkräfte. Was denken Sie ?

Egal, was für ein Integrationsprogramm. Wenn der einzelne sich nicht unbemerkt integriert hat, kann man durch die Programme nichts bewirken. Dafür sind die Erlebnisse und Erkenntnisse, die aus der Kindheit dagegen wirken, zu stark.

Evtl. antworte ich auf solche Fragen deshalb so teilnahmslos, weil ich eine Integrationsphase wohl nie erlebt habe. Ich kam nach Deutschland und war sofort heimisch. Warum ? Weil meine Eltern nie ein Urteil über Deutschland oder Türkei in meinem Beisein gefällt haben.

Auch die Kontakte zu den vielen Rückkehr- bzw. Auswanderwilligen der letzten Zeit haben mich in meiner Meinungsbildung geprägt. Sie wollen nur deshalb in die Türkei, weil sie sich hier ungerecht behandelt fühlen, unglücklich sind und weil dieses Türchen Namens Türkei denen  jederzeit offen steht. Wagen sie dann den Schritt in die Türkei, so steht ihnen das Türchen Deutschland offen. Für den Fall des Scheiterns halt. Wie gesagt, wer sich nicht von alleine und unbemerkt integriert hat, wird sich niemals integriert fühlen. Allein das Wort ‘Integration’ war mir völlig fremd. Heute ist das ein Modebegriff, auf die gleich eine Dienstleistungsindustrie aufgebaut wurde und die alle gerne aufgreifen. Es hat sogar ein kleines Schwesterchen bekommen, die Migration. 

 

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