Das Knacken im Gebälk führt lukrative Geschäfte ans Tageslicht

kopfkratzenErdogan, der die Wirtschaftspolitik des früheren Wirtschaftsministers und immer in leitender Position bei den Vereinten Nationen befindlichen Kemal Dervis weiterführte, konnte in den letzten Jahren mit positiven Wirtschaftsnachrichten aufwarten. Begünstigt wurde das Ganze von der Tatsache, dass in den ersten 10 Jahren seiner  Amtzeit, von nunmehr 11,5 Jahren, satte 400 Mrd. USD Risikokapital ins Land flossen. Dieser Umstand war den USA und deren lockeren Geldpolitik zu verdanken. Jetzt ist aber vorbei mit lustig. Ausgerechnet jetzt, wo die Schulden der privaten Haushalte sich seit 2004 verfünffacht haben. Die Investoren ziehen ihre Gelder aus den Schwellenländern, zu denen natürlich die Türkei mit angehört, zurück.

Jetzt kommen auf einmal die Schwächen der türkischen Wirtschaft zum Vorschein. Importabhängigkeit, wenig Produktivität und kaum Innovationen, Exportschwäche und das Damoklesschwert: das hohe Leistungsbilanzdefizit.

Der Geschäftigkeit der Türken tut das Ganze kein Abbruch. Die Konsumfreude reißt nicht ab. Die niedrigen Lohnkosten und die vielen Investitionsanreize sind immer ein Faktor, um Richtung Türkei zu schauen. Auch weiß man, dass zu solchen Zeiten die Regierungen zu allen Schandtaten bereit sind. Das ist auch der Grund, weshalb viele ausländische Investoren, wie Unternehmen die Schlüsselindustrien der Türkei gerade jetzt einheimsen. Für die Regierung müssen nämlich positive Nachrichten her.

 

 

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