Alternative Energien sind immer mit Ärger verbunden

windkraftDie Türkei ist, was die Energie angeht, zu 70% vom Ausland abhängig. Die Anstrengungen, davon wegzukommen oder zumindest diese Abhängigkeit zu mindern sind da. Nur wie man dabei vorgeht ist wiederum auf türkische Art. Die Planung, wenn überhaupt vorhanden, erfolgt sehr schnell und folglich bleibt die Effektivität zwangsläufig auf der Strecke. So hat man in der Schwarzmeer-Region z.B. Wasserkraftwerke auf Bächen sogar gebaut. Der Nutzen ist fraglich aber der Schaden für die Umwelt eindeutig vorhanden. So auch z.B. in Cesme, eines der gefragtesten Urlaubsgebiete der Türkei. Die Grundstücke werden im ‘Ruck zuck’ Verfahren verstaatlicht und den Betreibern von Windkraftanlagen weitergereicht. Bekommt man den Bescheid zur Enteignung zugestellt, hat man 60 Tage Zeit Einspruch einzulegen. Danach wird es rechtskräftig. Die Betroffenen stehen bei den Rechtsanwälten schlange. Eine der Vorstandsmitglieder des Vereins zur Rettung der Umwelt in Cesme fragt sich, warum die angebliche Planung, die lange Zeit von 13 Jahren in Anspruch nahm und warum jetzt den Menschen im Schnellverfahren die Grundstücke weggenommen werden ? Die Umweltauflagen würden man gänzlich außer Acht lassen. Die Windkraft erzeugt in der Türkei bis jetzt lediglich 3.000 MW an Strom. Im Vergleich dazu China 91.000MW, Deutschland 35.000 MW.

Quelle : Hürriyet

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