Türkei – HUGO BOSS hat das Pech als Beispiel für alle türkischen Unternehmen herhalten zu müssen

hugoboss1go2tr.de : Pech für Hugo Boss. Mit der Vorgehensweise steht das nicht nur alleine dar sondern reiht sich an die Unternehmen, die ausnahmslos diesen Weg der Mindestlöhne gehen. Die Unternehmen zahlen die türkischen Mindestlöhne, die von der Regierung alle halbe Jahre neu festgelegt werden.

Artikel der Spiegel-Online : Der Modekonzern Hugo Boss sieht sich mit unangenehmen Recherchen konfrontiert: Das internationale Netzwerk Clean Clothes Campaign hat die Löhne untersucht, die 50 führende europäische Bekleidungsmarken und Firmen den Mitarbeitern ihrer Zulieferer bezahlen. Dabei kam heraus, dass das Luxus-Label aus dem schwäbischen Metzingen in der Türkei und in Kroatien durchschnittlich monatliche Nettolöhne von gerade mal 308 bis 440 Euro zahlt – womit das Unternehmen weit hinter seine eigenen Sozialstandards zurückfällt.

Darin heißt es, die Vergütung müsse “für den Lebensunterhalt der Beschäftigten und ihrer Familien ausreichend sein”. Das festgelegte Existenzminimum pro Familie liegt in der Türkei allerdings bei 1002 Euro, die offizielle EU-Armutsuntergrenze in Kroatien bei 554 Euro.

Die untersuchten Löhne lägen damit weit unterhalb dessen, was die Arbeiter zum Leben bräuchten, kritisiert Bettina Musiolek, Mitautorin der Studie über Armutslöhne in der Textilbranche. Auf einen Fragebogen der Kampagne reagierte das Unternehmen nicht, ließ aber in der vergangenen Woche seine Anwälte dafür sorgen, dass der Name Hugo Boss aus einer Pressemitteilung getilgt wurde. Das Unternehmen selbst äußerte sich auf Anfrage nicht. Quelle : spiegel.de

go2tr.de : Es ist der Regierung anzukreiden, dass solch ein große Schere, zwischen dem Mindestlohn und des Existenzminimums besteht. Auch das Existenzminimum wird von der Regierung errechnet. Die Regierung lockt die ausl. Investoren mit den niedrigen Mindestlöhnen u.a.

Wer in die Türkei kommt und für sogenannte einfache Arbeit (der Begriff lässt nicht auf die Schwere der Arbeit schließen), statt dem Mindestlohn, das Existenzminimum bezahlt, der kommt erst gar nicht in die Türkei bzw. nicht über die Runden. Ich denke, dass der Bericht im Spiegel-Online, sensationell klingt, aber eigentlich nur heiße Luft ist.

Foto : hugoboss.com

 

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