Türkei – Die A&M Unternehmen werden weiterhin viel zutun haben

500Nach der Veröffentlichung der Zahlen der Top 500 Unternehmen der Türkei, kann man davon ausgehen, dass sich die ausländischen Investoren bald sich die Hände reiben werden.

2013 haben die großen Unternehmen, wegen den Devisenkursen sich stark verschuldet. Sollte die Türkei, die unter dem Teppich gekehrten Wirtschaftsreformen  nicht durchführen, werden diese Unternehmen bald nur noch Verluste schreiben und nicht mehr konkurrenzfähig sein.

Anhand der o.g. Top 500 Liste, bei dem die Bilanzen ebenfalls veröffentlicht wurden, kann man sehen, dass die Finanzierungskosten der Unternehmen in einem Jahr um 122% gestiegen sind. Betrugen diese in 2012 8,1 Mrd. TL, so betrugen sie 2013 satte 19,1 Mrd. TL. Da die Zinsen von 2012 auf 2013 fast identisch waren, kann man davon ausgehen, dass die Devisenkurse daran Schuld waren. Die Devisen verteuerten sich von 2012 auf 2013 um 23%. Die Gesamtschulden der Top 500 betrugen statt 190 Mrd. TL in 2012 in 2013 238 Mrd. TL. Mit 25% Steigerung fast identisch die der Devisen.

Während die Finanzierungskosten 2012 34% des Gewinnes aus den Tätigkeiten ausmachten, betrug diese Quote in 2013 53%.

Über Wirtschaftsreformen spricht momentan niemand. Besonders zu heutigen Zeiten, wo man verstärkt auf die Exporte baut, muss die Industrie konkurrenzfähig bleiben. Ohne Reformen werden die meisten Sahnehäubchen der türkischen Wirtschaft, über kurz oder lang, an die mit frischem Geld winkenden ausländischen Investoren übergehen.

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