Türkei-Reise von Bundesministerin Wanka – Deutsch-Türkisches-Wissenschaftsjahr

D 10241024Im Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahr (DTWJ) zeigt sich immer wieder eines: Nichts geht über das persönliche Gespräch. Während ihrer Türkei-Reise nahm Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka – neben der offiziellen Eröffnung der Türkisch-Deutschen Universität (TDU) zahlreiche politische Termine wahr, um sich über die bilaterale Zusammenarbeit auszutauschen. Auch der Besuch deutscher Institutionen und Wissenschaftler stand auf dem Programm. VIDEO

Erste Reisestation war am 28. April die Hauptstadt Ankara. Dort traf sich Wanka mit ihrem türkischen Amtskollegen Fikri Işık, um sich über die Zusammenarbeit im DTWJ und darüber hinaus auszutauschen. An dem Treffen nahm auch der Präsident des Türkischen Wissenschafts- und Forschungsrats (TÜBITAK) Yücel Altunbaşak teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Neuauflage der 2+2-Ausschreibung (ein Programm des BMBF und TÜBITAK zur Förderung von FuE-Projekten mit Beteiligung von Wissenschaft und Wirtschaft), die anstehenden Türkei-Wochen an deutschen Hochschulen, die Abschlussveranstaltung des DTWJ in der Türkei sowie geplante Wissenschafts-Ausstellungen.

Im Gespräch mit dem türkischen Minister für Nationale Bildung Avci bot sich Wanka die Gelegenheit, die bilaterale Zusammenarbeit zur beruflichen Bildung zu erörtern. Hierbei ging es zum einen um die Möglichkeiten, die Akzeptanz von dualer Bildung bei der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland auszubauen, zum anderen um die Planung einer gemeinsamen Konferenz in der Türkei zur dualen Bildung, die im Rahmen des DTWJ stattfinden soll.

Besuch der Deutschen Schule und der METU in Ankara

Neben politischen Gesprächen stand am 28. April auch die Deutsche Schule in Ankara auf dem Programm. In der gut ausgestatteten Schule überzeugte sich Wanka vom großen Engagement der Schulleitung und des Lehrpersonals bei der international ausgerichteten Ausbildung der Schüler. Der interkulturelle Nutzen der Schule für Kinder aus dem deutschen und dem türkischen Kulturkreis war dabei unverkennbar.

Zusammen mit Bundespräsidenten Gauck besuchte Wanka auch die Technische Universität des Nahen Ostens (METU). Die METU, eine der größten und renommiertesten Universitäten der Türkei, ist offizieller Partner des Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation 2014 und engagiert sich unter anderem durch das BMBF-geförderte Projekt “Fachliche Vernetzung von Frauen in der Informatik” in der deutsch-türkischen Kooperation.

Eröffnung der Türkisch-Deutschen Universität (TDU) in Istanbul

Die zweite Reiseetappe führte nach Istanbul, zur feierlichen Eröffnung der TDU am 29. April durch Bundespräsident Gauck und den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül – ein Höhepunkt im DTWJ. Bei der anschließenden Diskussionsrunde mit Studierenden der TDU gab Ministerin Wanka bekannt, dass das BMBF in den kommenden zwei Jahren zwei Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen werde, um besonders qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die TDU zu gewinnen.

Abgerundet wurde die Reise durch einen Besuch des Orient Instituts in Istanbul (OI). Das institutionelle durch das BMBF geförderte OI ist eine der wichtigsten deutschen Einrichtungen in der Türkei auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Forschung. Es beeindruckte durch das breite Themenspektrum seiner Forschungsbereiche, seine hohe wissenschaftliche Kompetenz und das große Engagement, mit dem es seine wissenschaftliche Rolle im Netzwerk zwischen zwei Kulturen und Religionen ausfüllt. Das OI ist auch mit mehreren Projekten im DTWJ aktiv.

“Ich freue mich sehr, mir vor Ort ein Bild von der Vielfalt der Deutsch-Türkischen Wissenschafts- und Bildungskooperation machen zu können”, so Wankas Fazit zur Türkei-Reise. “Die Gespräche mit meinen Amtskollegen haben gezeigt, dass Bildung und Forschung für die deutsch-türkischen Beziehungen immer mehr an Bedeutung gewinnen.”

 

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