EWE Türkei – 850.000 Kunden, 800 Mio. Euro Umsatz, 10% des Konzernumsatzes

ewego2tr.de : Wieder eine neue Nachricht über EWE Türkei. Bleibt nicht aus, wenn ein Unternehmen so erfolgreich und agil ist. Zum Bericht :

Ein Wachstum im Rekordtempo: „Ungefähr alle acht Minuten kommt ein neuer Kunde dazu“, schildert der Oldenburger Frank Quante von EWE Turkey die rasante Geschäftsentwicklung am Bosporus. „Die Türkei besitzt einen riesigen Energiehunger“, bestätigt der deutsche Botschafter Eberhard Pohl.

Zehn Prozent des Umsatzes am Bosporus

Seit 2007 engagiert sich EWE in der Türkei. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete EWE Turkey Holding mit fast 700 Mitarbeitern rund 800 Millionen Euro Umsatz – rund zehn Prozent des EWE-Konzernumsatzes. Wichtigste Geschäftsfelder sind die jeweils 80 Prozent Beteiligungen an Bursagaz und Kayserigaz. Damit erreicht EWE etwa 850 000 Kunden. Das Gasgeschäft soll ausgeweitet werden.

Immer stärker baut EWE Turkey das Stromgeschäft und die Beratung von Firmen beim Energiesparen aus. Einen Schub erhoffen sich die Oldenburger mit der Liberalisierung des Strommarkts ab 2016.

Für den Oldenburger EWE-Konzern liefert der türkische Ableger seit 2007 jedenfalls Erfolgszahlen. „Wir wollen aber noch mehr Gas geben in der Türkei“, betont Mustafa Sancar, Abteilungsleiter Ausland in der Konzernzentrale: „Im türkischen Markt ist noch viel Fantasie drin.“

„Wir sind Qualitätsführer in der Türkei“, gibt sich Quante im Gespräch mit dieser Zeitung selbstbewusst. 80 Prozent der Anteile hält EWE an Bursagaz in Bursa, einer rasant wachsenden Metropole mit mittlerweile 2,6 Millionen Einwohnern. 80 Prozent sind es auch bei Kayserigaz in Kayseri, ebenfalls eine Millionenstadt. Unterm Strich: 850 000 Kunden.

Insgesamt steuerte das Türkei-Geschäft mit 800 Millionen Euro Umsatz und fast 700 Mitarbeitern rund zehn Prozent des Konzernumsatzes 2013 bei. Dazu leisten auch die Standbeine Stromvertrieb durch EWE Energji (Istanbul) und die Servicegesellschaft Enervis, die Unternehmen bei effektiver Energie-Nutzung berät, einen starken Beitrag.

„Energiesparen ist in der Türkei nicht weit verbreitet“, sagt Quante. „Im Sommer wird die Klimaanlage auf 16 Grad gestellt, im Winter die Heizung auf 26 Grad“. An dieser Stelle helfe EWE-Know-how, Kosten zu senken.

In der Schublade liegen aber noch viele Pläne. EWE will die Gas-Versorgung auf die ländlichen Gebiete Develi und Iznik ausweiten und auf die Liberalisierung des Strommarktes ab 2016 reagieren. „Wir bereiten uns vor“, sagt Quante.

Ein Milliarden-Geschäft. Die Türkei gehört mit Wachstumsraten von etwa sieben Prozent zu den dynamischsten Volkswirtschaften der Welt. Und EWE kann mit Verlässlichkeit punkten. „Wir werden als deutsches Unternehmen identifiziert, und das steht in der Türkei für Qualität und Zuverlässigkeit“, versichert Sancar.

nwzonline.de

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