“Deutschland spielt weiter in eigener Liga”

adlerBerlin/München – Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist im Mai etwas gesunken. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel um 0,8 auf 110,4 Punkte, wie das Ifo-Institut mitteilte. Dabei trübte sich die Stimmung in allen Branchen ein – von der Industrie, über den Handel und die Bauwirtschaft bis hin zu den Dienstleistern.

“Die deutsche Wirtschaft legt eine Verschnaufpause ein”, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Unternehmen beurteilten sowohl ihre Lage als auch ihre Geschäftsaussichten schlechter als zuletzt.   Dennoch bleibt die Stimmung absolut gesehen recht gut – etwa in der Industrie. Auch der im ersten Quartal leicht bremsend wirkende Außenhandel dürfte weiter eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft bleiben. “Vom Export werden weiterhin verstärkt Impulse erwartet”, so Ifo-Chef Sinn.

“Deutschland spielt weiter in eigener Liga”

Mit dem leichten Stimmungsdämpfer verdichten sich Hinweise, dass Europas größte Volkswirtschaft nach dem starken Jahresauftakt im Frühling etwas an Schwung verliert. Von Januar bis März hatte es mit 0,8 Prozent das größte Plus seit drei Jahren gegeben. Im laufenden Quartal dürfte sich das Wachstum etwa halbieren.

“Ein Beinbruch ist dieser Rückgang allerdings nicht”, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Die deutsche Wirtschaft expandiere stark. “Deutschland spielt weiter in seiner eigenen Liga – zumindest innerhalb der Euro-Zone”, sagte auch Ökonom Carsten Brzeski von der Großbank ING.

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Wie wird das ifo Geschäftsklima ermittelt?

Erläuterungen zur Berechnung des ifo Geschäftsklimaindex mit eimen Beispiel zur Berechnung der Saldenwerte.

Das ifo Geschäftsklima ist ein vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Er basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels.

Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit “gut”, “befriedigend” oder “schlecht” und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate als “günstiger”, “gleich bleibend” oder “ungünstiger” kennzeichnen. Die Antworten werden nach der Bedeutung der Branchen gewichtet und aggregiert. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten “gut” und “schlecht”, der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten “günstiger” und “ungünstiger”. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen.

 

 

 

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