Die Vermarktung ist nichts Türkisches

Wieder einmal erlebe ich vor der Haustür, wie schlecht sich die Türkei, die Unternehmen, die Städte oder sagen wir gleich alle vermarkten. Am morgigen Sonntag geht die 50. Ausgabe des “Präsenten Cup der Türkei” ein Radsportereignis von internationaler Bedeutung in Alanya los. Ziel wird nach 8 Etappen Istanbul sein. Die Schilder über das Ereignis wurde 5 Tage vor dem Start in der Stadt ausgehangen.

beachvolleyAm 04. Mai startet in Alanya, zeitgleich wie in 38 Städten weltweit der Lauf zur ‘RunForLife’ des Knochenmarktspende Weltverbandes ebenfalls in Alanya. Welche Gelegenheit für die Tourismusbranche. Solch ein Event könnte man weltweit vermarkten und massig viele Touristen in die Stadt ziehen. Hier knallt die Sonne nur so (ca. 28 Grad). ‘The Germans’ u.a. haben die Strände gefüllt. Hier geht die Post ab. Was passiert ? Vor 3 Tagen erst wurden die Plakate zum Lauf an einigen Stellen, schön versteckt, ausgehangen.

Alles in Türkisch. Dabei sind die Alanyaner Sport- und Kulturbanausen. Hinzu kommt, dass momentan im Standzentrum gleiche Anzahl von Türken und Ausländern sind. Warum also nicht früher aktiv werden und dann in vielen Sprachen?

Alanya ist ein Zentrum des Sports und soll in diesem Sinne weiter ausgebaut werden. Es gibt z.B. seit 2 Wochen mehrere professionelle Beachvolley Felder am Strand (wo sonst). Zur Einweihung hat man einige Sportler wohl eingeladen, die hier Urlaub machen. Es ist eine Augenweide, dort vorbeizugehen. Jedes mal stelle ich mir die Frage, ob schöne Körper, weil sie schön sind, Beachvolley spielen oder ob Beachvolley diese Körper schafft. Siehe Foto 🙂

Alanya ist nur ein Beispiel vor meiner Nase, aber in der Türkei sieht es mit dem Vermarkten nicht anders aus. Es passiert nichts bis zu wenig. Ein Paradebeispiel lieferte auch die Stadt Istanbul in 2010. Mit einem Milliarden USD Budget, die man in 2009 ausgab, schaffte man in 2010 als Kulturhauptstadt Europas (dabei ist die Stadt seit Jahrtausenden die Welthauptstadt an Sehenswürdigkeiten) fast 6% weniger Touristen in die Stadt zu ziehen als im Vorjahr.  Das sind rekordverdächtige Handlungen, die man evtl. für das Guinness Buch der Rekorde anmelden sollte.

Wie soll es da im Export vorwärts gehen ?

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