Türkei – Wie geht’s ?

flag of flowersDie Automobil- und Baubranche trafen die steigenden Devisenkurse und Zinsen am schnellsten. Die Autobranche spricht von einem um 8% geschrumpften Markt. Zusätzlich zu den Devisen und Zinsen, die stiegen, kamen in dieser Branche noch die gestiegenen Sondersteuern hinzu.

In der Immobilienbranche rechnet man, dass am Jahresende die Verkäufe, im Vergleich zum Vorjahr um 25-30% zurückgegangen sein werden.

Die Industrie ist von den o.g. Faktoren unterschiedlich tangiert worden. Das importabhängige produzierende Gewerbe leidet extrem. Die Importanteile bewegen sich zwischen 61 und 82%. Um die nötige Preissteigerungen nicht an die Kunden weiterzugeben und konkurrenzfähig zu bleiben, verzichtet man lieber auf den Gewinn und versucht die Situation in den Griff zu bekommen.

Überhaupt, wer importiert hat schlechte Karten. Durch die steigenden Devisenkurse gegenüber der türk. Lira steigen die Finanzierungskosten. Die Unternehmen, die sich gegenüber den Geldgebern in Devisen verschuldeten haben auf einen Schlag 30% mehr Schulden, die es zu regulieren gilt.

Die steigenden Devisenkurse werden natürlich das eingezahlte Kapital der Banken vom Wert her nach unten ziehen. Auch die Gewinne werden schrumpfen. Mit dem steigenden Länderrisiko kommen auf die Banken außerdem neue Belastungen zu.

Wie wird die Bevölkerung das Ganze spüren ? Vor allem durch die steigenden Energiepreise wird eine Verteuerung aller Produkte am Markt nicht zu verhindern sein. Die Staatskasse wird die Zusatzbelastungen, wie in solchen Fällen üblich, über die Steuererhöhungen wieder reinholen. Das wird die privaten Haushalte abermals arg belasten.

 

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