Dick ist gut ?

wiwoViele Unternehmen berate und vertrete ich in der Türkei. So bin ich auch schon seit über 10 Jahren für die Handelsblatt Gruppe u.a. für die “WirtschaftsWoche”, in der Türkei aktiv. Türkei-Specials gibt es nicht mehr, obwohl derzeit wieder ein Versuch am Laufen ist. Der Grund ist traurig wie einfach zugleich. Es gibt nur sehr wenige türkische Marken, die bereit sind für Werbung im Ausland zu zahlen. Darüber aber kann man messen, ob sich Specials sich lohnen oder nicht. Sogar in den Top-Unternehmen trifft man die Werbeentscheidung nach… Ja, wonach eigentlich ?

Hier ein Beispiel : Eines der drei größten Banken der Türkei wollte ich für eine Anzeige in der  WirtschaftsWoche gewinnen. Was nicht einmal die Deutschen wissen : Die WirtschaftsWoche ist die Nr.1 unter den Wirtschaftsmagazinen. Wenn Ihr glaubt, dass dieses nur für Deutschland Bestand hat, dann irrt Ihr Euch gewaltig. Das Magazin kann mit Zahlen aufwarten, da kann weltweit kein anderes Wirtschstswochenmagazin mithalten.

Über 1.000.000 Leser werden mit jeder Ausgabe erreicht. Die meisten Entscheider, die meisten Vielflieger, die meisten… Ein Magazin der Superlative. Klar, der Anzeigenpreis hört sich beim ersten Mal nicht sehr günstig an aber geteilt durch 1.000.000 Leser stellt man fest ; günstiger kann man die den einzelnen Entscheider so gezielt und effektiv nicht erreichen.

Zurück zu unserer türkischen Großbank. Diese wollten sich überlegen, überlegen, überlegen… und vergaßen abzusagen, dass sie keine Werbung einschalten werden. Keine 2 Monate später sehe ich die deutschsprachige Anzeige der Bank in eines der großen Zeitungen Deutschlands. Wie das ?

Da ich die Assistentin des Vorstandes kannte, musste ich rausbekommen, warum sich die Bank für eine Zeitung entschieden hatte, welches die Zielgruppe komplett verfehlte. Die Antwort, die ich zu hören bekam war sehr traurig. Der Chef bekam diese Zeitung bei seinem Rückflug aus Deutschland. “Scheint eine wichtige Zeitung zu sein. Schauen Sie mal alleine, wie dick das ist. Da sollten wir inserieren” waren laut der Assistentin seine Worte. Gesagt, getan !

Übrigens spricht der Chef kein Wort Deutsch.

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